Die «Spedition» hat sich binnen Jahresfrist als Gourmetbeiz über die Region hinaus einen Namen gemacht. «Sogar aus Zürich kommen immer mehr Gäste», stellt Chef-Koch Jean-Michel Vionnet fest. Das mag auch am Ambiente liegen. Der stilvollmodern hergerichtete Raum erinnert an seine industrielle Vergangenheit als Speditionsraum der einstigen Waschmaschinenfabrik Merker.

Für den Küchenerfolg ist Chefkoch Jean-Michel Vionnet zuständig. Mit 14 Punkten haben die Juroren des Restaurantführer «Gault Millau» bewertet, was bei ihm auf den Teller kommt. Und das zum zweiten Mal. Bereits vor einem Jahr erhielt die «Spedition» 14 Punkte. Das im September 2009 neu eröffnete Lokal wurde aber so kurzfristig bewertet, dass es für die Drucklegung des «Gault Millau» nicht mehr reichte.

«Spitzenköche werden immer jünger»

Es sei ein schöner Einstieg und Lohn für die harte Arbeit, sagt Vionnet. «Will man die Qualität hochhalten, muss man jeden Tag 150 Prozent geben, und das bei einer Konstanz von 100 Prozent», verrät er sein Erfolgsrezept. Dass er ein junger Erfolgskoch sei, relativiert der demnächst 32-jährige: «Spitzenköche werden immer jünger.»

Vionnet schätzt den lebhaften Betrieb in der Spedition, wo Jung und Alt, VIP, Geschäftsleute und Normalbürger einkehren. In Baden fühle er sich wohl, hat der gebürtige Untersiggenthaler doch hier den Ausgang in der Jugendzeit verbracht. Die berufliche Basis holte er sich bei Schweizer Spitzenköchen. In der Küche setzt er auf frische, meist regionale Produkte. Täglich beliefert ihn der einstige Schulfreund Fredy Umbricht mit Gemüse ab Hof. Unterstützt wird der Meisterkoch von vier Köchen, drei Lehrlingen und natürlich seinem Geschäftsführer Roman Halbheer.