Es ist ein lauer Frühlingsabend. Das Rauschen der Limmat vermischt sich mit den Stimmen aus dem Gartenrestaurant am Hirschenplatz. Auf der gepflasterten Strasse spielen die Kinder mit einem Glacé in der Hand, ein älteres Paar flaniert unter den Reben am Steg entlang.

So soll die Zukunft auf der Badstrasse in Ennetbaden aussehen. Die Planung der Neugestaltung läuft momentan auf Hochtouren. «Wir treffen die Entscheidungen in einem hohen Tempo, deshalb ist uns der Informationsfluss sehr wichtig», sagt Pius Graf, Gemeindeammann von Ennetbaden, zu Beginn der Informationsveranstaltung «Badstrasse, Goldwandsteg und Mättelisteg». Denn die Situation an der Badstrasse ist nicht gerade berauschend: «Momentan ist es toter als tot, doch das Projekt wird den Standort Ennetbaden revitalisieren», sagt Graf.

Weniger Parkplätze

Zuständig für die Neugestaltung ist das Büro für Raumplanung und Siedlungsgestaltung Jauch Zumsteg Pfyl AG (JZP). In einer ersten Etappe beschäftigten sie sich mit dem Postplatz. Der Asphalt soll verschwinden, stattdessen werden Pflastersteine gesetzt. Ausserdem wird die Mitte des Platzes in Zukunft verkehrsfrei sein. Der Brunnen bleibt erhalten – wird jedoch an einen anderen Standort versetzt. Ergänzend werden drei Winterlinden gepflanzt, unter denen die Errichtung von Sitzmöglichkeiten geplant ist, ausserdem bietet das Projekt genug Platz für das zukünftige Gartenrestaurant. Die Badstrasse führt von dort aus weiter zum Mercier-Steg. «Diese Brücke ist ganz und gar nicht schön. Vieles ist Geschmacksache, aber hier sind sich wohl alle einig», sagt Markus Pfyl von JZP. Um das Ganze optisch aufzuwerten, sollen deshalb rund 50 Sitzplätze für das Aussenrestaurant Schwanen entstehen. Ausserdem ist eine Anpassung des Brückenkopfes in Planung.

Folgt man weiter dem Verlauf der Badstrasse weiter, gelangt man zum Hirschenplatz. Die vier Bäume bleiben auch in Zukunft stehen, ausserdem ist vorgesehen, den alten Mosaikbrunnen wieder zurück zu bringen. Für Autos hat es deshalb nur noch wenig Platz. Geplant ist, alle Parkplätze bis auf zwei aufzuheben. Dafür wird es Platz für ein Gartenrestaurant geben. Der Baukredit für dieses Vorhaben kommt voraussichtlich im Juni vors Volk.

Neue Verbindung nach Baden

Erleuchtet wird die Badstrasse in Zukunft mit vier Meter hohen Lampen. «Man soll unter einem feinen und leichten Licht dem Fluss entlang schlendern können», sagt Pfyl. «Beleuchtet wird die Strasse auch durch das Licht der Erdgeschosse der Häuser und von den Gartenbeizen, die entstehen sollen». Eine weitere Änderung sieht vor, die Auskragung der Strasse abzubauen. So würde die Badstrasse zwischen 40 cm und 1,5 Meter schmaler werden.

Allerdings wäre sie noch immer genug breit, dass sich dort im Notfall zwei Busse kreuzen könnten, betont Pfyl. Über den Limmatplatz führt der Goldwandsteg der Mauer entlang bis zum Rebberg. Vorgesehen ist, den Steg aus Holz zu konstruieren. Unter den Reben hindurch geht es weiter auf dem Rebbergweg. Dieser führt dem Ufer entlang zum Oederlin-Areal. Die Planung dieses Teilstücks bereitet Pfyl noch Probleme: «Der Höhenunterschied macht uns zu schaffen.» Doch beim Oeerlin soll nicht fertig sein mit dem Flanieren. Momentan steht eine Brücke in Planung. Mättelibrücke soll sie heissen, führen würde sie über die Limmatinsel direkt in den Mättelipark.