Baden
Jetzt wird die Kulturstadt gar noch Sportstadt

Der Einwohnerrat hat an seiner Sitzung die Überführung des Sportkoordinators in eine definitive 60-Prozent-Stelle eines Sportkoordinators sowie das Sportleitbild der Stadt Baden mit grosser Mehrheit und ohne Gegenstimme genehmigt.

Roman Huber
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Sportkoordinator Andres Greter wird per Budget 2016 definitiv mit einem 60-Prozent-Pensum bei der Stadt angestellt.

Sportkoordinator Andres Greter wird per Budget 2016 definitiv mit einem 60-Prozent-Pensum bei der Stadt angestellt.

Roman Huber

Sportlich begann bereits die Sitzung: Der abtretende Einwohnerrat Beni Knecht (SP), Koordinator des einwohnerrätlichen Fussballteams, vermeldete dessen Pokalsieg am traditionellen Turnier am Wettiger Fest. Grund genug für den Rat, sich sportlich gesinnt zu zeigen, wurden doch mit dem Sportleitbild und der definitiven Schaffung der 60-Prozent-Stelle des Sportkoordinators zwei für die Förderung des Sports und der Gesundheit wegweisende Vorlagen zu behandeln.

Stefan Häusermann, Präsident der Strategiekommission, erachtete es als wichtig, dass Bewegung und Sport für die Gesundheit gefördert würden. Auf die regionale Zusammenarbeit müsse man noch stärker den Fokus richten, verlangte er. Die Finanzkommission habe sich primär auf die Mehrausgaben konzentriert, erklärte Präsident Peter Conrad. Es fehle im Sportleitbild einzig das Subsidiaritätsprinzip, dass die Vereine stärker in die Verantwortung eingebunden würden, fügte er an.

Rundum gute Aufnahme

Auch bei der SVP habe das Sportleitbild gute Aufnahme gefunden. Die 60-Prozent-Stelle des Koordinators erachte auch die SVP mehrheitlich als gerechtfertigt, und das trotz den Mehrausgaben, sagte Bruno Knörr. Vermehrte Kooperation mit Nachbargemeinden würde aus seiner Sicht Sinn machen. Eine Stellenaufstockung könne man sich vorstellen, wenn sich andere Gemeinden beteiligen würden, sagte Knörr: So werde Baden nebst Kulturstadt noch Sportstadt, meinte er.

Zu einer lebensfrohen Stadt gehöre auch Sport und dessen Förderung, sagte Hannah Locher (SP). Damit werde der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen Rechnung getragen. Die Arbeit des Sportkoordinators sei wichtig, darum müsse seine Stelle fortbestehen. Für Benj Steiner (Team) geht der Begriff Sport noch weiter. Ein Aspekt, der untergehe, sei, den Sport und die Bewegung in den Alltag zu integrieren. Die Stadt müsse im öffentlichen Raum mehr Einfluss nehmen, zum Beispiel mit attraktiven Velowegen und Veloabstellplätzen. Steiner forderte, die Leitsätze entsprechend anzupassen.

Die FDP sei froh, dass das Postulat ihres ehemaligen Ratsmitgliedes Peter Heer Früchte trage, sagte Jost Voser. Er beantragte, in den Leitsätzen das Subsidiaritätsprinzip hineinzunehmen. Namens der CVP begrüsste Beatrice Bürgler die Vorlagen. «Was fehlt, ist jedoch eine klare Aussage zu regionalen Kooperationen», so Bürgler, auch wenn es ums Planen und Finanzieren von Neuanlagen gehe. Sie forderte per Antrag, dass dieser Aspekt stärker in die Leitlinien einfliesse.

Regionale Kooperation sei wichtig, dürfe aber bei der knapp bemessenen Stelle nicht ein zusätzlicher Leistungsauftrag an den Sportkoordinator bedeuten, erklärte Stadträtin Ruth Müri, Schulvorsteherin und damit Sportverantwortliche. Die Zusatzanträge wurden alle genehmigt, die beiden Vorlagen schliesslich ohne Neinstimmen. Sportkoordinator Andres Greuter durfte sich über die Festanstellung nach der Abstimmung freuen: «Der deutliche Entscheide zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.»

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