Bellikon

Jubiläums-Fasnacht in Bellikon: Von Rockabellas und Elvis Presleys

Wenn Frauen mit ausgestellten, gepunkteten Röcken und Haarbändern und die Männer mit schwarzen, nach hinten gekämmten Elvis Presley-Frisuren und dunklen Sonnenbrillen durch die Belliker Turnhalle laufen, dann ist der Fasnachtsball in vollem Gange.

Der Fasnachtsball fand zum ersten Mal in der Turnhalle statt, unter dem Motto: «Rock a Belly in BelliHill» – passend zum Jubiläumsjahr «Belli Hills» – 950 Jahre Bellikon.

Die meisten Fasnachtbegeisterten passten sich in ihrer Verkleidung dem Motto an. Zwischen den Rockabellas und Elvis Presleys tauchten aber auch Tiere, Kapitäne und Piraten auf. Die zwei jungen Frauen Bea und Nicole änderten für ihre Verkleidung das Motto auf «Rock of Belly»: Sie verkleideten sich als Fels und Bergsteigerin. «Wir wollten uns einfach nicht so anziehen, wie es alle andern tun», sagte Nicole. Sie hatte es einfacher, sich zu unterhalten und zu bewegen, denn sie übernahm die Rolle der Bergsteigerin und steckte nicht wie Bea im ziemlich sperrigen Fels-Kostüm.

Die Gruppe Roadhouse Girls, vier junge Frauen verkleidet als Mechanikerinnen, sagten lachend: «Wir reparieren alles, was kaputt ist. Wir machen auch Ölwechsel.» Letzterer bestand aus einem Schluck eines Getränkes aus einem Ölkanister. Sie gewannen um Mitternacht den Gruppenpreis bei der Maskenprämierung.

Passend zu den Verkleidungen war auch die Dekoration: Schallplatten, die von der Decke baumelten, E-Gitarren aus Karton an den Wänden, selbst gebaute Tanksäulen in den Ecken und eine Jukebox-Verkleidung für das DJ-Pult. Zwischendurch spielten Guggen aus der Region.

Deko wird nochmal gebraucht

Für Yvonne Kaufmann, Präsidentin des OK, ist die Verlegung der Fasnacht in die Turnhalle ein voller Erfolg. «Hier haben wir einfach mehr Platz», sagt sie. In den Jahren davor feierten die Belliker im Restaurant Eintracht. Das OK verwende die Dekoration am Dorffest im August gleich wieder: «Dort schmücken wir unsere Bar damit.»

Der Fasnachtball war der zweite Anlass im Jubiläumsjahr, das unter dem Motto: «Belli Hills» steht. «Wir wollten uns für einen Zeitraum in den letzten 950 Jahren entscheiden und sind so auf die 50er- und 60er-Jahre gekommen», so Kaufmann. (AEB)

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