Baden
Jugendkulturlokal: Ein «Werkk», das gefälltund langsam Form annimmt

Die alte Schmiede wird sichtlich zügig auf Vordermann gebracht. Bereits Ende Jahr ist das neue Zuhause des Jugendkulturlokals «Werkk» von aussen fertig.

Elia Diehl
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Alte Schmiede: Der Annexbau hat Platz für den zukünftigen Aussenbereich.

Alte Schmiede: Der Annexbau hat Platz für den zukünftigen Aussenbereich.

EDI

Über 1500 Tonnen verseuchtes Material wurden seit letztem Herbst in der Alten Schmiede abgebaut und entsorgt. Erst danach konnte die Stadt mit dem Umbau für das neue Badener Jugendkulturlokal beginnen. Dieser ist mittlerweile deutlich fortgeschritten, der Nachfolger des «Merkkers» im Industrieareal Baden Nord nimmt sichtbar Form an.

«Die Altlastensanierung durch die ABB war termingerecht etwa Ende März abgeschlossen», bestätigt Julius Schulz, städtischer Projektleiter in der Abteilung Planung und Bau. Böse Überraschungen gab es im 108-jährigen Bau keine. «Auch bei der jetzigen denkmalpflegerischen Sanierung haben wir bisher nichts Unvorhergesehenes entdeckt.» Man liege exakt im Zeitplan.

Demnach sollen die Halle, der neue Kubus-Anbau und der Einbau – das sogenannte «Haus im Haus» – schon Ende Dezember von aussen fertig sein. Beim Baustellenbesuch lassen sich Kubus und Einbau bereits jetzt klar erkennen. Derzeit wird die Seitenfassade zum zukünftigen Aussenbereich des neuen Jugendkulturlokals, wo zuvor der Annexbau stand, aufwendig saniert und teils ersetzt. «Die Wand stellte sich als Flickwerk heraus», erklärt Schulz.

Mauerwerk und Fenster im First sind hingegen fertig. Bei der Sanierung gilt: Erhalten statt Ersetzen. Auch die schönen alten Dachziegel würde man gerne behalten, deren Tauglichkeit muss aber noch geprüft werden. Von Januar bis zum geplanten Bauschluss im Mai folgen der Innenausbau und kleinere Detailarbeiten. Im August 2015 wird das «Merkker» unter neuem Namen eröffnet.

Der richtige Name

Seit zwei Wochen ist dieser bekannt: «Werkk» – es ist die zweite Wahl. Beim ersten Namen stellte man kurz vor der Bekanntgabe im Februar fest, dass er schon vergeben und die Domain besetzt war. So auch beim «Werkk» – wiederholt sich die Geschichte? «Nein», sagt Mario Geraets, Leiter der Abteilung Kinder Jugend Familie, der das «Merkker» unterstellt ist. Da man davon wusste, seien zwei andere, geeignete Domains reserviert worden.

Zum Glück, denn das «Werkk» gefällt. «Ich war positiv überrascht: Das Feedback war von Gästen wie Aktivisten super», sagt Patricia Itel, Leiterin Merkker Kultur. Sie spüre nun, das sei der richtige Name für den Neustart. Gut für ein Logo und jede Menge Spielereien fänden auch die Grafiker, die noch an der brandneuen Website tüfteln.

Sie soll mit den Internetadressen im nächsten Frühjahr lanciert werden. Wird im Baden Nord alles anders? «Bloss Stilveränderung, wie neue Kleider», so Patricia Itel, der Geist bleibe derselbe. So fänden es alle schön, «dass wir die zwei K übernehmen – ein bisschen Nostalgie muss sein».