Baden

Jugendliche aus Baden sind auf der Suche nach dem Beat

Sandra Perego und Patrick Neuenschwander zeigen den Film.Alex Spichale

Sandra Perego und Patrick Neuenschwander zeigen den Film.Alex Spichale

Sie suchen die grosse Liebe, gutes Essen – oder den Beat. Im Kurzfilm der Jugendarbeit sagen Jugendliche, warum sie ans Badener Stadtfest gekommen sind. Was vielen Sauer aufstiess: Das Stadtfest war für Junge zu teuer.

«Wir wollten wissen, wo es für die Jugendlichen am Stadtfest Baden abgeht, also wo die Musik spielt», sagt Patrick Neuenschwander, ehemaliger Jugendarbeiter des Netzwerks Regio Baden und Co-Projektleiter.

Deshalb nennt die Jugendarbeit ihren Kurzfilm bestehend aus Interviews mit Jugendlichen «Wo esch de Beat?». Die Konzerte waren es auch, die vielen Jugendlichen, die im Film zu Wort kommen, am besten gefielen.

(Quelle: youtube/Patrick Neuenschwander)

Jugend Geschichten Fischer

Ausserdem wurden der Lunapark oder das Zusammensein mit Freunden erwähnt. Die Gründe, die die Jugendlichen an Fest trieben, waren unterschiedlich. Einige kamen wegen des guten Essens, andere, um die grosse Liebe zu finden.

In einem waren sich jedoch fast alle einig: Das Stadtfest war für Junge zu teuer.

247 Jugendliche kommen zu Wort

«Wir wollen den Jugendlichen eine Stimme geben», sagt Sandra Perego, Leiterin Fachstelle Jugendarbeit Region Baden. «Vor allem beim Organisieren von Stadt- oder Dorffesten werden die Jungen oft vergessen.»

Aus diesem Grund waren 26 Jugendarbeitende am Stadtfest mit Kamera, Mikrofon und Fragebogen unterwegs. Sie wollten herausfinden, was den Jugendlichen am Fest gefällt, warum sie gekommen sind und was ihnen fehlt.

«An einem Fest hat es viele Leute. Der Einzelne geht schnell unter. Dem wollten wir entgegenwirken», sagt Neuenschwander. Während sieben Tagen interviewten die Jugendarbeiter 247 Jugendliche im Alter zwischen 8 und 25 Jahren.

Gemeinsamer Schnitt

Am Ende kamen 16 Stunden, 15 Minuten und 30 Sekunden Filmmaterial zusammen. Die Projektleiter haben den Film gemeinsam zusammengeschnitten. «Einerseits dauerte das lange, da wir einen Kurzfilm machen wollten, der professionell wirkt.»

Andererseits wollten sie bewusst Zeit verstreichen lassen. «Wenn die Jugendlichen den Film jetzt anschauen, erinnern sie sich an vieles zurück, das sie bereits vergessen hatten.»

Der Film soll jedoch nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft sein. «Die Aussagen der Jugendlichen im Film sollten wir Jugendarbeitenden und die Fest-OKs als Auftrag für zukünftige Feste verstehen», sagt Perego.

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