Baden
Jungfreisinnige bringen Velo-Highway über dem Schulhausplatz voran

Die Jungfreisinnigen möchten eine sichere Veloverbindung von der Bruggerstrasse nach Wettingen. Sie haben den Veloviadukt über den Schulhausplatz nochmals aufgegriffen und sind damit an den Stadtrat gelangt.

Roman Huber
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Die Jungfreisinnigen des Bezirks Baden haben ihre Idee eines Veloübergangs visualisiert. zvg

Die Jungfreisinnigen des Bezirks Baden haben ihre Idee eines Veloübergangs visualisiert. zvg

Die Idee eines Velo-Überganges, der über den Schulhausplatz führt, ist nicht mehr neu, dafür umso aktueller: Kürzlich verunfallte ein Velofahrer auf der Bruggerstrasse im Bereich Schlossbergtunnel, weil er von einem Autofahrer abgedrängt wurde. Der Unfall hat die Jungfreisinnigen veranlasst, mit ihrer Idee nun an den Stadtrat zu gelangen. «Wir sind mit einer Anfrage zu diesem Thema und zu dieser Verkehrsstelle an den Stadtrat gelangt und haben diesen um eine Stellungnahme ersucht», erklärt der Jungfreisinnige Gabriel Kaspar.

Die Jungfreisinnigen haben die Idee eines Velo-Highways als Ersatz für den Velotunnel, der dem Bustunnel zum Opfer fallen wird, schon einmal aufgegriffen. Wie dieser bau- und sicherheitstechnisch sowie finanziell realisiert werden soll, müsse erst abgeklärt werden, heisst es nun in der Anfrage. Doch liesse sich die Kunstbaute separat und losgelöst von der Neugestaltung und den weiteren Verkehrsprojekten an der Kreuzung am Schulhausplatz realisieren. Die Jungfreisinnigen sehen diesen Ersatz als notwendig, wären doch ohne Velotunnel durchschnittlich 63 Velofahrer pro Stunde dem dichten Autoverkehr ausgesetzt, wodurch es zweifellos zu weiteren Unfällen kommen dürfte, erklären die Jungfreisinnigen überzeugt.

Die Problematik dieser Veloverbindung habe man zwar erkannt und diskutiert, jedoch keine befriedigende Lösung gefunden, sagt Gabriel Kaspar. Wer als Velofahrer nicht die Gefahren im Autoverkehr auf sich nehmen will, kann zwar den umständlicheren Weg durch die unterirdische Fussgängerebene nehmen, wo jedoch Konflikte mit Fussgängern voraussehbar sind.

Der Velo-Highway würde kurz nach dem Schlossbergtunnel beginnen, und zwar über der Rampe für die RVBW-Busse und Postautos. Weil der Zubringer zur Schulhausplatz-Kreuzung in diesem Bereich leicht abfallend ist, würde die Rampe nicht zu steil ansteigen. Gemäss der Idee der Jungfreisinnigen würde der Velo-Highway um das Bezirksgebäude herum und dort wieder auf den Boden zurück führen. Hinter der Bushaltestelle am Schulhausplatz könnte dann die Veloverbindung der Hochbrücke zugeführt werden. «Somit könnte auch das Kreuzen der Velo- mit der Busspur vermieden werden», argumentiert Kaspar.

Die Jungfreisinnigen sind überzeugt, dass von diesem Projekt alle Verkehrsteilnehmer profitieren könnten, nicht zuletzt auch die Autofahrer, da der Radstreifen wegfallen würde.