Schüler und Lehrer staunen am Donnerstagmorgen nicht schlecht, als sich die drei Kantonsschulen Baden, Wettingen und Wohlen plötzlich in eine Abbaustelle verwandelt haben. Über Nacht hat die Juso die drei Kantonsschulen abgebaut und für geschlossen erklärt, teilt die Juso Aargau heute Donnerstag mit.

Die Schulen wurden mit Absperrband eingewickelt. «Ganze eineinhalb Kilometer Absperrband haben wir dafür bestellt», erklärt Mia Gujer, Parteipräsidentin der Juso Aargau. Zudem sollen Warnplakate auf die Abbauzone aufmerksam machen.

Fährt die Juso nun mit Baustellengeschütz bei den Gymnasien auf? «Nein, nein. Wir kommen nicht mit der Abrissbirne», beruhigt Gujer.

Abgebaut: Die Kanti Wettingen wurde von der Juso ordentlich mit Absperrband eingewickelt.

Abgebaut: Die Kanti Wettingen wurde von der Juso ordentlich mit Absperrband eingewickelt.

Prekäre Lage

Mit der Protest-Aktion wehrt sich die Juso gegen den Leistungsabbau in der Bildung. «Die Aktion soll zeigen, wie prekär die momentane Lage im Kanton Aargau ist. Bei fast jeder Sitzung des Grossen Rates werden neue Abbaumassnahmen beschlossen», begründet Gujer das Vorhaben. Ganz nach dem Motto: Wer bei der Bildung abbaut, braucht auch keine Schule mehr.

Die Abbaumassnahmen seien laut Juso ein verzweifelter Versuch der bürgerlichen Mehrheit, ihre gescheiterte Finanzpolitik wieder auszubügeln. Darunter leiden müsse jetzt das Volk.

Ausserdem würde der Abbau spürbare Folgen für die zukünftigen Generationen und für die jetzigen Schüler mit sich bringen. «Wer eins und eins zusammenzählen kann, dem ist klar, dass einzig ein Wechsel der Machtverhältnisse eine Besserung bringen kann», so Gujer.

Mia Gujer steckt schon mitten in den Vorbereitungen für die geplante Aktion der Juso Aargau

Mia Gujer steckt schon mitten in den Vorbereitungen für die geplante Aktion der Juso Aargau

Nicht die einzige Aktion

Pünktlich zu den Wahlen häufen sich die Aktionen der Juso. Erst am Montag verteilte die Juso Aargau 200 Vermisstenanzeigen in ganz Aarau. Damit machte sie sich über den verschwundenen Sprengstoff in der Aarauer Kaserne lustig und kritisierte gleichzeitig das Eidgenössischem Departement für Verteidigung (VBS).