Nächtliche Aktion
Juso baut drei Aargauer Kantonsschulen ab und erklärt sie für geschlossen

Mit Absperrband im Gepäck hat die Juso Aargau in einer nächtlichen Protestaktion die Kantonsschulen Baden, Wettingen und Wohlen abgebaut. Die Juso will damit auf die Abbaumassnahmen in der Bildung aufmerksam machen.

Sina Burger
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Auf gehts: An der Kantonsschule Baden, Wettingen und Wohlen führte die Juso in der Nacht auf Donnerstag ihre nächtliche Protestaktion aus.
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Abgebaut: Die Kanti Wettingen wurde von der Juso ordentlich mit Absperrband eingewickelt.
Insgesamt wurden die drei Kantonsschulen mit 1,5 Kilometer Absperrband eingewickelt.
Auch der Eingang zum Brudersaal wurde abgesperrt.
Über das gesamte Klosterareal verteilt weisen Warnschilder auf die Abbauzone hin.
Auch die Kanti Baden musste daran glauben und wurde abgebaut.
Mit der Protest-Aktion wehrt sich die Juso gegen den Leistungsabbau in der Bildung
Juso-Aktion Abbau der Kantonsschulen
Warnschilder machen darauf aufmerksam, dass die Kanti Baden zur Abbauzone erklärt wurde.
Die Kantonsschule Wohlen wurde in der nächtlichen Protestaktion ebenfalls abgebaut.
Insgesamt wurden die drei Kantonsschulen mit 1,5 Kilometer Absperrband eingewickelt.
Mia Gujer, Präsidentin der Juso Aargau: «Wir kommen nicht mit der Abrissbirne».
Die Kantonsschule Wohlen wurde in der nächtlichen Protestaktion abgebaut.

Auf gehts: An der Kantonsschule Baden, Wettingen und Wohlen führte die Juso in der Nacht auf Donnerstag ihre nächtliche Protestaktion aus.

Zur Verfügung gestellt

Schüler und Lehrer staunen am Donnerstagmorgen nicht schlecht, als sich die drei Kantonsschulen Baden, Wettingen und Wohlen plötzlich in eine Abbaustelle verwandelt haben. Über Nacht hat die Juso die drei Kantonsschulen abgebaut und für geschlossen erklärt, teilt die Juso Aargau heute Donnerstag mit.

Die Schulen wurden mit Absperrband eingewickelt. «Ganze eineinhalb Kilometer Absperrband haben wir dafür bestellt», erklärt Mia Gujer, Parteipräsidentin der Juso Aargau. Zudem sollen Warnplakate auf die Abbauzone aufmerksam machen.

Fährt die Juso nun mit Baustellengeschütz bei den Gymnasien auf? «Nein, nein. Wir kommen nicht mit der Abrissbirne», beruhigt Gujer.

Abgebaut: Die Kanti Wettingen wurde von der Juso ordentlich mit Absperrband eingewickelt.

Abgebaut: Die Kanti Wettingen wurde von der Juso ordentlich mit Absperrband eingewickelt.

Zur Verfügung gestellt

Prekäre Lage

Mit der Protest-Aktion wehrt sich die Juso gegen den Leistungsabbau in der Bildung. «Die Aktion soll zeigen, wie prekär die momentane Lage im Kanton Aargau ist. Bei fast jeder Sitzung des Grossen Rates werden neue Abbaumassnahmen beschlossen», begründet Gujer das Vorhaben. Ganz nach dem Motto: Wer bei der Bildung abbaut, braucht auch keine Schule mehr.

Die Abbaumassnahmen seien laut Juso ein verzweifelter Versuch der bürgerlichen Mehrheit, ihre gescheiterte Finanzpolitik wieder auszubügeln. Darunter leiden müsse jetzt das Volk.

Ausserdem würde der Abbau spürbare Folgen für die zukünftigen Generationen und für die jetzigen Schüler mit sich bringen. «Wer eins und eins zusammenzählen kann, dem ist klar, dass einzig ein Wechsel der Machtverhältnisse eine Besserung bringen kann», so Gujer.

Mia Gujer steckt schon mitten in den Vorbereitungen für die geplante Aktion der Juso Aargau

Mia Gujer steckt schon mitten in den Vorbereitungen für die geplante Aktion der Juso Aargau

Zur Verfügung gestellt

Nicht die einzige Aktion

Pünktlich zu den Wahlen häufen sich die Aktionen der Juso. Erst am Montag verteilte die Juso Aargau 200 Vermisstenanzeigen in ganz Aarau. Damit machte sie sich über den verschwundenen Sprengstoff in der Aarauer Kaserne lustig und kritisierte gleichzeitig das Eidgenössischem Departement für Verteidigung (VBS).

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