Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 120 Tafeln ist die Schokolade das Schweizer Genussmittel schlechthin. Ein «bitterer Genuss», wie Noemi Weinhold, Matthias Heer und Moritz Gemperli von der Kanti Wettingen wissen. «Wir wollen den Leuten zeigen, woher die Schokolade kommt», sagt Noemi Weinhold.

Rund ein Drittel aller Kakaobohnen für die weltweite Schokoladenproduktion wird an der Elfenbeinküste angebaut. «Dort werden 7-Jährige gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen Kakao anzubauen», sagt Noemi Weinhold. Die drei Maturanden sind überzeugt, dass viele sich nicht bewusst sind, welche sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Anbau von Kakao in Drittweltländern mit sich bringt.

In ihrer Ausstellung werden die problematischen Folgen am Fallbeispiel der Elfenbeinküste erklärt. «Die Probleme gehen uns alle etwas an», sagt Moritz Gemperli. «Mit jeder Fairtrade-Schokolade, die wir kaufen, verbessert sich der Lebensstandard für die Leute in den Anbauländern», weiss Noemi Weinhold. «Mit unserer Arbeit versuchen wir, den Konsumenten Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln.

Als Schweizer haben wir die Möglichkeit, darauf zu achten, was wir kaufen», ist Moritz Gemperli überzeugt. Es sei doch einfach, die Welt ein wenig fairer zu machen, sagt Matthias Heer und fügt hinzu: «Trotz allem wollen wir den Leuten nicht die Lust auf Schokolade verderben. Jeder Besucher wird in den Genuss feinster Fairtrade-Schokolade kommen.»

Ausstellung «Bitterer Genuss» am 29./30.Oktober, jeweils von 11 bis 18 Uhr im Brudersaal der Kanti Wettingen, Klosterstrasse 11 in Wettingen, Eintritt frei.