Strassenbau
Kantonsstrasse zwischen Dietikon und Spreitenbach sechs Monate gesperrt

Der Kanton ersetzt die Brücke über die Grabäckerstrasse für rund 2 Millionen Franken. Die Brücke hat 80 Jahre auf dem Buckel. Die Kantonsstrasse wird deshalb sechs Monate gesperrt. Im Vergleich zu einer Etappierung werden vier Monate Bauzeit gespart.

Dieter Minder
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Die Brücke über die Grabäckerstrasse wird neu gebaut. Mit einer Totalsperrung der Strasse spare man vier Monate Bauzeit, sagt Projektleiter Roberto Scappaticci. Emanuel Freudiger

Die Brücke über die Grabäckerstrasse wird neu gebaut. Mit einer Totalsperrung der Strasse spare man vier Monate Bauzeit, sagt Projektleiter Roberto Scappaticci. Emanuel Freudiger

Selbst das Geländer der Grabäckerbrücke rostet
7 Bilder
Rostige Armierungseisen auf der Unterseite der Brücke
Biene Maja Pooller verhindern dass schwere Fahrzeuge auf das nicht so tragfähige Trottoir fahren
Die Grabäckerbrücke wird ganz ersetzt und die Durchfahrt erhöht und verbreitert Vor der Brücke sind die Werkleitungen in Schutzroher zu sehen
Auf der Unterseite der Brücke ist der Beton abgeplatz und die Armierungseisen rosten
Visualisierung der künftigen Brücke
So wird die neue Brücke aussehen

Selbst das Geländer der Grabäckerbrücke rostet

Emanuel Freudiger

Zu diesem Zweck wird die K 274 ab 3. März gesperrt (siehe Box rechts). «Mit einer Totalsperrung sparen wir im Vergleich zu einer Etappierung rund 4 Monate Bauzeit», sagt Roberto Scappaticci. Er ist als Projektleiter des kantonalen Departementes Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) für das Projekt zuständig. Mit dem Neubau wird die Grabäckerstrasse für Fussgänger und Radfahrer deutlich attraktiver. Die Gesamtkosten liegen bei 2,1 Millionen Franken.

Das ist der Zeitplan

Die Bauarbeiten beginnen am 3. März und dauern voraussichtlich bis Ende August. Während dieser Zeit wird der Verkehr via Willestrasse, Industriestrasse und Zentrumstrasse umgeleitet. In der ersten Phase werden die Bohrpfähle der neuen Brücke rund 10 Meter tief in den Boden abgesenkt. Ab Ende April wird die Brücke abgebrochen und ab Juni die neue Fahrbahnplatte eingebaut. (DM)

Die Armierungseisen rosten

Regelmässig kontrolliert der Kanton seine Brücken. «Seit längerem beobachten wir, dass der Zustand der Grabäckerbrücke schlechter wird, immer wieder platzt Beton ab», sagt Scappaticci und zeigt die Schadstellen auf der Unterseite der Fahrbahnplatte. Wo der Beton fehlt, sind rostige Armierungseisen zu sehen. Angst muss aber niemand haben, der über die Brücke fährt – dank genügend hohem Sicherheitsfaktor in der Statik ist sie noch stark genug. Doch Scappaticci schränkt ein: «Wir können die Gebrauchstauglichkeit und die Tragfähigkeit nach den geltenden Normen nicht mehr länger garantieren.»

Wo die Trottoirs sind, ist die Konstruktion weniger stark, was von unten an den Absätzen zu sehen ist. «Früher baute man so, um Material zu sparen.» Aus diesem Grund ist das Trottoir der Kantonsstrasse mit Biene-Maja-Pollern abgesperrt. Damit wird verhindert, dass ein Lastwagen unbeabsichtigt auf dem Trottoir fährt oder anhält.

Bevor die Brücke abgebrochen werden kann, müssen auch die Werkleitungen verlegt werden, die seitlich der Brücke montiert sind. «Es sind Leitungen für Gas, Wasser, Telefonie, Kommunikation sowie internationale Verbindungen», sagt Scappaticci weiter. Die entsprechenden Arbeiten sind teilweise im Gange.

Grabäckerstrasse wird tiefer gelegt

Die neue Brücke wird an derselben Stelle wie die heutige gebaut. Der Durchgang für die Grabäckerstrasse, unter der Kantonsstrasse durch wird jedoch wesentlich vergrössert. «Künftig haben wir eine Durchfahrtshöhe von 4,1 Metern, heute sind es lediglich 3,7 Meter.» Dazu wird die Grabäckerstrasse abgesenkt. Zudem wird der Durchgang von heute rund 5,8 auf 8,3 Meter verbreitert. So entsteht genügend Platz für ein Trottoir und es werden auch Busse durchfahren können. Durch die Grabäckerstrasse könnte einmal ein Bus das östliche Wohngebiet von Spreitenbach mit der Limmattalbahn auf der Industriestrasse verbinden.