Bezirksgericht Baden
Keine Strafe für Badener «Samurai», weil er schizophren ist

Der Mann, der Ende August 2011 in Baden Droh-Nachrichten verschickte und die Polizei mit einem Samurai-Schwert attackierte, leidet an paranoider Schizophrenie. Deshalb muss er weiterhin in einer Anstalt psychiatrisch überwacht werden.

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R.W. mit einem Baseballschläger auf seinem Balkon.

R.W. mit einem Baseballschläger auf seinem Balkon.

Toni Widmer

Der Mann hatte via SMS verschiedene Leute bedroht und sollte deshalb in seiner Wohnung in Baden von der Polizei gestellt werden. Dabei verletzte er einen Polizisten mit einem Schwert und verschanzte sich danach in der Wohnung. Erst nach Stunden konnte der damals 53-jährige R.W. dort von einem Grossaufgebot überwältigt werden.

In der Verhandlung zeigte sich nun, dass der Mann an paranoider Schizophrenie leidet. Die Tat hat er unter grossen Angstzuständen ausgeführt, er fühlte sich massiv bedroht. Deshalb wird er auch nicht bestraft, sondern muss in der stationären Therapie bleiben, in der er sich seit der Tat befindet.

Dort hat R.W. bereits einige Fortschritte gemacht. Gerichtspsychiater Josef Sachs erklärte, es sei nicht unmöglich, dass der Mann dereinst wieder ein einigermassen geregeltes Leben führen kann. Allerdings nur mit Medikamenten und unter steter Kontrolle. Update folgt. (to)