Spreitenbach
Keine Vision mehr: So wird es beim Shopping-Center Tivoli aussehen

Beim Shopping-Center Tivoli kann ein neues Wohn- und Geschäftszentrum erstellt werden. Die Gemeindeversammlung hat die Zonenplanänderung für die Handels- und Gewerbezone Ost (HGO) ohne Gegenstimme genehmigt.

Dieter Minder
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Die Visualisierung zeigt, wie das Projekt mit den Wohnbauten und dem Bahnhof geplant ist.
6 Bilder
So wird es beim Shopping Center Tivoli aussehen
Sicht von der Landstrasse
Das künftige Zentrum der Gemeinde Spreitenbach
Der Limmattalbahn-Bahnhof
Das Perron

Die Visualisierung zeigt, wie das Projekt mit den Wohnbauten und dem Bahnhof geplant ist.

Zur Verfuegung gestellt (ZVG)

«Sie haben mit ihrer Zustimmung ein Zeichen gesetzt», kommentierte Gemeindeammann Josef Bütler das Abstimmungsergebnis. Damit kann auf dem östlich des Tivoli gelegenen Areal ein neues Wohn- und Geschäftszentrum erstellt werden. Bereits ist klar, dass die Migros als gewerblicher Hauptnutzer ein grosses Do-it-yourself-Center plant.

Es war der zweite Anlauf für dieses Geschäft, schon am 30. November hatte es auf der Traktandenliste gestanden. Minuten vor der Gemeindeversammlung zog der Gemeinderat das Geschäft damals zurück.

Die Ursache: Die am Projekt beteiligten Unternehmen hatten sich an diesem Abend beim Notar nicht auf die Unterzeichnung einigen können. Später nahmen sie die Verhandlungen wieder auf und am 4. April wurde der Baurechtsvertrag unterschrieben. «Wir wollten einen Dienstbarkeitsvertrag, um das Geschäft an die Gemeindeversammlung zu bringen», sagte Bütler.

Zwei Hochhäuser und Passerellen

Mit der Zonenplananpassung werden bis 30% Wohnanteil erlaubt. Diese sollen in zwei Hochhäusern mit etwa 18 Stockwerken realisiert werden. «Solche Hochhäuser wären heute schon möglich - aber nur für Gewerbenutzung», sagte Bütler. Jetzt sollen in den Hochhäusern neue Bewohner einziehen.

«Wenn Sie ja sagen, wird der Gestaltungsplan öffentlich aufgelegt.» Der neue Komplex erfülle auch die Forderungen des Konzeptes Ebene+1. Das heisst, der motorisierte Verkehr rollt auf dem Boden, die Fussgänger haben im 1. Stock freien Weg. Die dazu notwendigen Passerellen müssen die Grundeigentümer zahlen.

Bütler machte der Versammlung das Projekt schmackhaft. Schliesslich ist auf dem Areal der HGO, mit dem Limmattalbahnhof und einem rund 50 auf 130 Meter grossen Platz, das künftige Zentrum der Gemeinde geplant. Und das Ganze hat noch einen Vorteil: Die öffentlichen Anlagen müssen vom Bauherrn finanziert werden und belasten somit die Gemeindekasse nur bedingt.