Killwangen

Killwangen denkt laut über Fusion nach

Neben der Situation im Gemeinderat gabs auch noch Bildungspolitik: Für die Kinder soll das Schulhaus erweitert werden.

Neben der Situation im Gemeinderat gabs auch noch Bildungspolitik: Für die Kinder soll das Schulhaus erweitert werden.

An der Polit-Info zur Gemeindeversammlung wurde über Fusionspartner geredet. Noch nie kamen so viele Einwohner zu diesem Anlass, was mit den jüngsten Querelen im Gemeinderat zusammenhängt.

«Es wäre an der Zeit, eine Fusion mit Spreitenbach in Betracht zu ziehen», sagte Markus Würsch. Sein Votum schloss er mit der Frage: «Wie sieht der Gemeinderat die Lage?» Mit dem Hinweis, dass im künftigen Gemeinderat auch solche Themen behandelt werden könnten, antwortete Vizeammann Alois Greber: «Der Gemeinderat beabsichtigt eine Klausurtagung zum Thema durchzuführen.»

Das weitere Vorgehen müsse auch mit dem Gemeinderat Spreitenbach koordiniert werden. «Ich kann mir durchaus vorstellen, dass in beiden Gemeinden Kreditvorlagen behandelt werden.» Mit dem Geld solle dann eine genaue Analyse vorgenommen und ein Fahrplan erstellt werden. «Die Bevölkerung soll sich frühzeitig äussern können», betonte Greber. Der Gemeinderat Killwangen will nicht, dass wie im Fall Baden- Neuenhof zuletzt alles in einem Scherbenhaufen endet.

Warum nicht mehrere Partner?

Ein Versammlungsteilnehmer schlug vor: «Wir sollten auch mit Neuenhof und Würenlos diskutieren.» Dazu verwies Greber auf die Aktivitäten der Planungsgruppe Baden Regio. Unter der Federführung von Baden und Wettingen werde dort ernsthaft über weitere Zusammenarbeit diskutiert: «Daraus kann durchaus eine Grossgemeinde resultieren.»

Bei den laufenden Gesprächen spiele die Variante Fusion aber noch eine geringe Rolle. In einigen Gemeinden fehle der politische Wille dazu. So seien Fusionen im Einwohnerrat Wettingen ein absolutes Tabuthema.

Zusammenarbeit funktioniert

Dass Spreitenbach der natürlichste Fusionspartner für Killwangen wäre, wurde aus verschiedenen Voten deutlich. Die Gemeinden sind längst baulich zusammengewachsen. Auf verschiedenen Ebenen arbeiten die beiden Gemeinden heute schon zusammen, so bei der Feuerwehr. Verschiedene Leute brachten zum Ausdruck, dass Killwangen dabei nicht der kleine Partner wäre. «Unsere Infrastruktur ist gut, wir können mit Spreitenbach auf Augenhöhe reden.»

Killwangen wählt am 16. Januar

«Noch nie kamen so viele Leute zu einer Polit-Info», stellte Vizeammann Alois Greber bei der Begrüssung fest. Gegen 100 Personen waren gekommen. Das wohl brennendste Thema, die Situation im Gemeinderat, wurde eingangs behandelt.

Franz Nebel, der vom Kanton eingesetzte Coach, stellte kurz seine Aufgabe vor: «Ich unterstütze den Gemeinderat im Interesse der Gemeinde.» Er betonte, dass sowohl Gemeinderat wie Verwaltung trotz der schwierigen Lage ihre Aufgaben ordentlich abwickelten: «Die Arbeit wird seriös und zuverlässig erledigt.» Bis auf weiteres wird Killwangen von Vizeammann Alois Greber sowie den Gemeinderäten Jürg Lienberger, Walter Hubmann und Werner Scherer geführt.

«Gemeindeammann Cornelia Biasca nimmt weder an den Gemeinderatssitzungen noch an der Gemeindeversammlung teil», sagte Nebel. Ihr Verzicht auf eine Kandidatur (az Aargauer Zeitung vom 8.11.), von dem auch die Behörden überrascht wurden, sei ihr persönlicher Entscheid gewesen. Am 16. Januar 2011 wird der neue Gemeinderat gewählt. Ausser Biasca treten alle zur Wiederwahl an. «Die Anmeldefrist läuft zum 19. November ab», sagte Nebel. Bisher hat sich Hanspeter Schmid angemeldet. Kommentar rechts

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