Killwangen
Killwangener Landfrauen schicken 100 Päckli nach Rumänien

Das Elend der Kinder in Nordost-Rumänien beschäftigt die Landfrauen aus Killwangen. Seit fünf Jahren stellten sie Weihnachtsgeschenke zusammen und schicken sie nach Rumänien.

Pirmin Kramer
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Die Landfrauen präsentieren einen Teil ihrer Geschenke. ZVG

Die Landfrauen präsentieren einen Teil ihrer Geschenke. ZVG

Vor rund fünf Jahren haben Margrit Guertner und ihre Landfrauen-Kolleginnen einen Vortrag besucht, in denen ihnen das Elend der Kinder in Nordost-Rumänien aufgezeigt wurde. Seither lässt die Frauen das Schicksal dieser Menschen nicht mehr los. «Es fehlt dort an Dingen, die für uns absolut alltäglich sind», erzählt Guertner.

Der Vortrag weckte bei den Landfrauen das Bedürfnis, den Kindern, Müttern und Grossfamilien zu helfen. «Und zwar direkt, nicht über Spenden», sagt sie.

Zahnbürsten und Schokolade

Die Frauen hatten die Idee, Weihnachtspäckli für die rumänischen Familien zusammenzustellen. «Jedes Päckli enthält mindestens eine Zahnbürste, eine Zahnpasta, Schokolade, ein Malbuch und Malstifte.»

Seit fünf Jahren stellt die Gruppe die Geschenke zusammen. Letztes Jahr schafften es die Landfrauen, 67 Päckli zu verschicken. Dieses Jahr sind es 110. «Diese grosse Zahl macht uns schon ein bisschen stolz», sagt Guertner.

Für Mädchen haben sich die Landfrauen etwas Spezielles einfallen lassen: Ihnen werden Puppen geschenkt, besonders liebevoll eingekleidet und eingebettet in kleine Decken. «Die Näharbeiten führen wir das ganze Jahr über durch», erzählt Guertner. Die Geschenke für die Buben werden zusätzlich angereichert mit Spielsachen und Plüschtieren. «Bei den Spielen achten wir darauf, dass keine Sprachkenntnisse nötig sind, um sie benutzen zu können», sagt Guertner. «Gut eignen sich zum Beispiel Lego.»

Per Lastwagen nach Rumänien

Den gesamten Inhalt der Päckli kaufen die Frauen selber, bezahlen alles aus der eigenen Tasche. «Wir halten das ganze Jahr über Ausschau nach geeigneten Inhalten für die Päckli.»

Nachdem die Geschenkboxen zusammengestellt und in farbigem Papier eingewickelt wurden, fuhren die Frauen damit nach Seon. Von dort startete ein Lastwagen der Internationalen Direkthilfe mit der Ladung nach Rumänien. «An Weihnachten sind die Geschenke in den Händen der Familien und Kinder», sagt Guertner.

Sie freut sich schon jetzt auf die Fotos, die von Mitarbeitern der Direkthilfe gemacht werden. «Wenn wir sehen, wie Kinder unsere Puppen und Malbücher brauchen, motiviert uns das jedes Jahr zum Weitermachen.»

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