Würenlingen
Kinder bereiten Glacé mit Flüssigstickstoff zu

Das Feriencamp für Mitarbeiterkinder im PSI stiess auf grossen Anklang. Alles drehte sich ums Thema Naturwissenschaften. Die 20 Kinder lernten unter anderem mit Sticktoff Glacé herzustellen.

Eva Wanner
Drucken
Teilen
Fritz Gassmann, Leiter des iLab, erklärt den beiden Mädchen, was ein Vakuum ist. EWA

Fritz Gassmann, Leiter des iLab, erklärt den beiden Mädchen, was ein Vakuum ist. EWA

«Alles» antwortet Vera kurz und bestimmt auf die Frage, was ihr am am besten gefallen hat. Sie ist eines von 20 Kindern, die am PSI-Feriencamp für Mitarbeiterkinder teilgenommen haben. Eine Woche lang haben die 8 bis 13-Jährigen verschiedene Bereiche der Naturwissenschaften erkundet. «Wir wollten den Kindern damit die Möglichkeit bieten einmal zu sehen, wo die Eltern arbeiten», sagt Judith Kobler Waldis, Projektleiterin des Feriencamps.

«Ein weiteres Ziel war es, die Lust und die Freude an Naturwissenschaften zu wecken.» Deshalb habe man nicht blosse «graue Theorie» gelehrt, sondern die Kinder experimentieren lassen. «Es gab einen richtigen ‹Run› auf die Plätze», sagt die Projektleiterin.

Werkstätten und Ausflüge

Zwei der Werkstätten befanden sich im «iLab», dem Schülerlabor des PSI. Montag und Freitag durften die Kinder in Gruppen dort experimentieren. Es standen aber auch Ausflüge auf dem Programm: Am Dienstag besuchten die jungen Teilnehmer des Feriencamps das Technorama und am Donnerstag die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf. «Und am Mittwoch gingen wir Minigolfen um den Kopf freizukriegen», sagt Kobler Waldis.

Den Kopf «lüften» oder zumindest etwas abkühlen, konnten die Teilnehmer auch an einem der Posten. Dort drehte sich alles um das Thema Kristalle – unter anderem jene, die in einem Glacé vorkommen. Die Betreuer zeigten ihnen, wie man diese selber herstellen kann. Die Grundlage bilden Orangensaft und ein paar Stückchen Schokolade. Zuletzt braucht es noch eine Zutat, die wohl kaum jemand zu Hause hat, die aber im PSI «ab Zapfhahn» zu bekommen ist, wie Betreuer Fritz Dubi sagt: Flüssigstickstoff. Den Kindern stand ins Gesicht geschrieben, dass Naturwissenschaften so auf jeden Fall grossen Spass machen.

«Schade, dass es schon vorbei ist»

Auch in den anderen Werkstätten war die Freude der Kinder spürbar. Ob beim Untersuchen von Proteinen im Biologielabor oder beim Erzeugen eines Vakuums im iLab, die 20 jungen Hobby-Naturwissenschaftler waren mit Elan dabei. Und wenn die Eltern ihre Sprösslinge fragen, was ihnen am besten gefallen hat, dürfte beim einen oder anderen die Antwort gleich ausfallen wie bei Vera, nämlich «Alles». Nicht nur den Kindern, auch der Projektleiterin Judith Kobler Waldis hat die Woche sehr gut gefallen: «Schade, dass es schon vorbei ist.»

Aktuelle Nachrichten