Baden

Kinder erleben dank ihm vier Kurzgeschichten als Theater

Manuel Löwensberg stellt durch Kinderspielzeug das Zimmer des Mannes dar, der alle Gegenstände umbenannte. Simon Egli

Manuel Löwensberg stellt durch Kinderspielzeug das Zimmer des Mannes dar, der alle Gegenstände umbenannte. Simon Egli

Im Theater im Kornhaus hat am Wochenende die Familienvorstellung zum Buch «Kindergeschichten» von Peter Bichsel stattgefunden. Schauspieler Manuel Löwensberg begeisterte 20 Kinder und Erwachsene mit seinem 60-minütigen Monolog.

Manuel Löwensberg, Schauspieler und Sohn des ehemaligen Bundesrats Moritz Leuenberger, lässt die Zuschauer von Anfang an die Geschichten miterleben. Gemütlich spaziert er in den Saal herein und begrüsst das Publikum und fängt ein kurzes Gespräch mit ihm an. Da es eine Familienvorstellung ist, sitzen die Kinder in der vordersten Reihe und hören gespannt zu. Sie werden von Löwensberg sofort in seine Geschichte einbezogen. Die Kinder machen gerne mit.

Das Theater war am Samstag nicht sehr gut besetzt. Ungefähr 20 Kinder und Erwachsene besuchten die Familienvorstellung. «Das Wetter ist zu schön», sagt Anita Rösch, Leiterin des Theater im Kornhaus (Thik). «Darum hoffen wir bei diesen Vorstellungen immer, dass es regnet», meint sie lachend. Das Thik bietet alle ein bis zwei Monate Familienvorstellungen an. Dennoch seien nicht nur Familien anwesend, sagt Rösch.

Acht Jahre nicht mehr gespielt

Löwensberg spielt vier der sieben Kurzgeschichten aus dem Buch «Kindergeschichten» des Schweizer Schriftstellers Peter Bichsel. Das Stück dauert 60 Minuten und ist ein Monolog. «Ich habe das Stück vor zehn Jahren mit dem Regisseur Peter Schweiger einstudiert», sagt er. «Danach spielte ich es acht Jahre nicht mehr. Dennoch war mir das Stück immer noch sehr präsent.» Er könne die Geschichten Wort für Wort auswendig.

Obwohl es ein Monolog ist, sieht es Löwensberg es eher als ein Dialog mit den Zuschauern. Dies lässt er das Publikum auch spüren. Als er die Geschichte von dem Mann erzählt, der alle Gegenstände umbenennt, lässt er die Kinder erraten, wie die Objekte in seiner Wohnung wohl jetzt heissen. Sein Schauspiel ist eine Mischung aus Geschichte erzählen und die Personen selber darstellen.

Hochdeutsch und Mundart

Geschickt schlüpft er von einer Rolle in die andere und lässt das Publikum die Kindergeschichten auf eine ganz andere Art erleben. Auch die Sprache wechselt er vom Schweizerdeutschen ins Hochdeutsche und zurück. Die Vorstellung war ein Erfolg. «Ich hatte das Gefühl, dass die Verbindung zum Publikum da war. Die Kinder haben auf alle Fälle begeistert mitgemacht und das war toll», sagt Löwensberg. Dem Publikum hat er ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Viele verabschieden sich vom Schauspieler mit einem «Danke, es war super!».

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