Spreitenbach
Kinder im Konfettiregen

Von überall her strömten sie Richtung Seefeldschulhaus: Eltern mit Kinderwagen. Bunt verkleidete Kinder. Prinzessinnen, Indianer, Marienkäfer, Hexen und Cowboys. Am Samstag, Punkt halb zwei ging der grosse Kinderfasnachtsumzug los. Angeführt wurde der Umzug wie immer von der Bräusi-Vögel Gugge.

Susanne Brem
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Der Guggenmajor
7 Bilder
Der Start des Umzuges war beim Schulhaus Seefeld
Lustige Gestalten liefen am Umzug mit. Hier der Zirkus von Angela Merkel.
Kinderfasnacht Spreitenbach
Wildkatzen.
Die Bräusi-Vögel-Gugge Spreitenbach…
…natürlich mit Guggen-Klängen.

Der Guggenmajor

Susanne Brem

Stechend grüne Augen hat er, der Guggenmajor, einen riesigen Mund und blaue Haare. In seinem Zylinder stecken jede Menge zerknitterte Euroscheine. „Eurozirkus“ heisst das diesjährige Motto der Spreitenbacher Gugge. Zwei Leute brauchte es, um dem Guggenmajor diese schaurig-schöne, Maske überzuziehen. Gut sah er aus mit diesen blauen Haaren. Er gab den Takt an bei seinem 32köpfigen Team im Rücken. Er schwang das Fasnachts-Zepter, blies mit der Trillerpfeife und los ging’s.

„Ich war noch niemals in New York“, spielte die Gugge oder „Sweet Home Alabama“, in gewohnt-kakophon-schrägen Tönen. Ganz vorne zog ein Guggen-Mami ein kleines Leiterwägeli. Es war prall gefüllt mit Konfetti. Und immer wieder bedienten sich fünf, sechs oder sieben Kinder an diesem Leiterwägeli, gruben ihre Hände tief hinein in die kleinen Papierschnipsel, um sie nachher hoch in die Luft zu werden.

Rund 200 Kinder am Maskenball

Der Umzug führte vom Schulhaus Seefeld über die Eichstrasse, vorbei an der Kirche, zum Gemeindehaus und von da direkt in die Turnhalle Boostock. Dort fand anschliessend der Kindermaskenball statt.

Rund 200 Kinder und Eltern folgten der Einladung zum fasnächtlichen Treiben. In der Turnhalle gab es Zvieri in Form von Hotdog und Getränken. Vorne auf der Bühne tanzte Sandra Schlögl den Kindern etwas vor.
Sie war für die Animation zuständig. Sie nahm die bunte Fasnachtschar mit auf Polonaise mitten durchs Publikum. Und immer wieder sah man lustig verkleidete Knirpse am Boden kriechen und Konfetti zusammenklauben, damit sie die bunten Papierfetzchen nachher hoch in die Luft wirbeln – oder noch besser dem Nachbarn nebenan über den Kopf werfen konnten. Rund 20 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, schätzte OK-Präsident Christoph Knöpfli.
Natürlich durfte an einem richtigen Kinderfasnachtsball die Maskenprämierung nicht fehlen. „Dank unserer treuen Sponsoren dürfen wir jedes Jahr den Kindern einen hübschen Preis mitgeben und jedes Kind darf am Ende mit einem kleinen Giveaway heimgehen“, sagte er. Der Kindermaskenball hat in Spreitenbach eine lange Tradition. Seit über 32 Jahren wird er jedes Jahr durchgeführt.