Baden

Kinderoper: Im Zirkus Bajazzo ist der Bär los

Amore: Clown Mario (links) liebt die Tänzerin Bella (rechts), die so gerne singt. Das passt ihrem Vater, Zirkusdirektor Zampano (hinten), aber gar nicht.

Amore: Clown Mario (links) liebt die Tänzerin Bella (rechts), die so gerne singt. Das passt ihrem Vater, Zirkusdirektor Zampano (hinten), aber gar nicht.

Vergnügliches Familienprogramm mit dem Argovia-Philharmonic-Ensemble im Kurtheater

Der marode Zirkus Bajazzo zählt immer weniger Tiere (weil die abhauen) und immer weniger Zuschauer. Clown Mario (Gonzalo Simonetti) und Tänzerin Bella (Migena Gjata) sind traurig und böse. Böse auf den Zirkusdirektor Zampano (Marek Reichert), der weiter auf Tiernummern setzen und seine Tochter Bella mit dem Tigerdompteur Hektor Kralle verkuppeln will. Dabei liebt diese den Clown. Kurz: Die Situation ist verkachelt; die Lage scheint derart hoffnungslos, dass das Ende wohl unmittelbar bevorsteht.

Aber genau das passiert nicht in der rund 60 Minuten dauernden Kinderoper «Zirkus Bajazzo: Der Bär ist los!» Dafür sorgen Jürg Schade und Franz-Georg Stähling mit Musik und Arrangements von Andres Reukauf, die sich an der Operette wie am Musical orientieren. Anfänglich darf es noch etwas traurig sein, doch als sich ein Silberstreifen am Horizont abzeichnet, wird es pfiffig. Vergnüglich sind die rhythmisch gepfefferten Klänge, die aus dem Orchestergraben dringen. Das Argovia Philharmonic Ensemble (Leitung: Gaudens Bieri) sitzt dort – in schöne, goldbetresste Uniformen gekleidet – und trumpft mächtig auf. Es hat auch allen Grund dazu, denn Bella, die liebend gerne singt, hat eine Idee, die nach Unterstützung ruft. Weshalb nicht mit einem musikalischen Zirkus die Zuschauer begeistern? Der Vater ist misstrauisch, bis er selbst ins Bärenkostüm steigt und – singt! Der Erfolg des «neuen» Zirkus Bajazzo ist überwältigend – des Klatschens ist kein Ende.

Martin Philipp (Regie) setzt die Geschichte in Aylin Kaips rot-goldenem Zirkuszelt mit spielerischem Witz in Szene. Ein schöner Einfall: Die Nummern von Bella und Mario werden hinter einem roten Vorhang gezeigt. Dort werden die beiden Protagonisten so beleuchtet, dass sie für die Zuschauer im Parkett des Kurtheaters als Schattenrisse wahrzunehmen sind. Zauberhaft.

Weitere Aufführung Montag, 2. März, 10 Uhr. Karten nur an der Tageskasse.

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