5000 Unterschriften hat das Komitee zur Erhaltung des Kulturbetriebs im ehemaligen Kino Royal schon beieinander. Mit der Petition will sich das Komitee für den langfristigen Erhalt des Kulturbetriebs im Royal einsetzen. Die Ankündigung der Eigentümerin, wonach Mitte 2016 mit dem Kulturbetrieb Schluss sei, «löst Empörung und Unverständnis in der Bevölkerung aus», heisst es in einer neuen Mitteilung des Komitees.

Illustriert wird das Communique mit einer Karikatur, auf dem ein Drive-Through-Shop und das verlotterte Thermalbad zu sehen sind. «Mit dieser Karikatur wollen wir die Stadt ein wenig wachrütteln», sagt Cindy Wittmer vom Komitee. Denn öffne man die Website der Stadt Baden, lese man als Erstes den Slogan «Baden ist der Treffpunkt für Kultur und Wellness». «Irgendwie passen die Werte und die Realität in der Stadt Baden zurzeit nicht wirklich zusammen», hält Wittmer fest.

Ende 2011 startete der Kulturbetrieb im ehemaligen Kino Royal.

Ende 2011 startete der Kulturbetrieb im ehemaligen Kino Royal.

Seit Sommer sammelt das Komitee Unterschriften für den Erhalt des Kulturbetriebs. Wäre es taktisch nicht besser gewesen, die Petition schon vor ein paar Wochen dem Stadtrat zu überreichen? «Ich glaube nicht, dass dies am Entscheid des Eigentümers, den Mietvertrag mit der Stadt auslaufen zu lassen, etwas geändert hätte», sagt Wittmer. Vielmehr glaube sie, es sei ein Vorteil, diese Petition jetzt noch in der Hinterhand zu haben. «Seit der Ankündigung vom Ende des Kulturbetriebs haben wir sehr grossen Zuspruch erfahren – vor allem von Personen, die nicht zu den regelmässigen Royalbesuchern gehören.» Man werde jetzt die Gunst der Stunde nutzen und noch so viele Unterschriften wie möglich sammeln.

Komitee hofft auf Kreativität

Von Anfang an war der Kulturbetrieb im Royal als Zwischennutzung aufgegleist. Weshalb kommt das Komitee erst jetzt auf die Idee, eine Dauerlösung zu verlangen? «Weil hier in den letzten drei Jahren etwas Wunderbares entstanden ist und sich vor allem gezeigt hat, dass die Nachfrage nach dieser Art Kultur sehr gross ist», so Wittmer. Vor diesem Hintergrund müsse es doch erlaubt sein, laut über eine Dauerlösung nachzudenken. Gleichzeitig betont Wittmer aber: «Wir hoffen auf eine Lösung, bei der es keine Verlierer gibt.» Das Komitee sei überzeugt, dass dies mit einer guten Portion Kreativität möglich sein müsse.