Seit 32 Jahren arbeitet Mathias Rissials Pfarrer, zuletzt war er 23 Jahre lang in Meilen im Kanton Zürich tätig. «Es braucht grossen Mut, nach so langer Zeit an einem neuen Ort nochmals von vorne zu beginnen», sagt der 59-jährige Rissi. «Aber ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und darauf, neue Menschen kennen zu lernen.» Bei seinen ersten Besuchen habe er Niederweningen und Schneisingen als spannende Gemeinden kennen gelernt. «Es sind ländliche Orte, die in der Nähe der Städte Baden und Zürich liegen.

Keine einfache Suche

Einen geeigneten Kandidaten zu finden, sei für die Pfarrwahlkommission nicht einfach gewesen, sagte Kirchenpflegepräsident René Bugmann gegenüber dem «Zürcher Unterländer». Erst nach der dritten Bewerbungsrunde habe man mit Mathias Rissi einen passenden Stellenanwärter gefunden, der an der Wahl im März von den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Niederweningen-Dachsleren-Schneisingen-Siglistorf angenommen wurde. Ein Einzelpfarramt zu übernehmen, habe seine Vorteile: Die Strukturen seien einfacher und die Wege kürzer, sagt Rissi. Zudem könne man eng mit der Kirchenpflege zusammenarbeiten.

Eine Idee, die er in Meilen entwickelt hatte, möchte er auch in Niederweningen umsetzen. «Für Leute, die nicht gerne alte Kirchenlieder singen, sind Sonntagsgottesdienste nicht immer attraktiv.» Aus Erfahrung wisse er, dass modernere Musik und eine «geerdete» Predigt wesentlich seien, um neue Kreise anzusprechen.

Nicht nur wegen seiner neuen Arbeit freut er sich auf Niederweningen. «Ich fahre in meiner Freizeit ab und zu Motorrad, und in Niederweningen und Umgebung gibt es landschaftlich reizvolle Strecken. Ich bin sehr zuversichtlich, dass mir sowohl beruflich als auch privat eine gute Zeit bevorsteht.»