Baden

Klatschbase Klingelfuss und Torwächter Silberysen halten ihren Cordula-Schwatz

Lesen Sie hier den ganzen Cordulaschwatz.

Frau Klingelfuss: (Silberysen läutet) Herr Gott, wer lüütet denn jetzt scho wieder (genervt)?

Torwächter Silberysen: Hallo, Frau Klingelfuess, ich bin´s, de Silberyse (fröhlich, dann besorgt)! Was isch denn ine über d Läbere gkroche? – Ou, händ Sie scho de Neuschti ghört?

FKl: Jojo, Herr Silberyse. Ich finds eifach verruckt. De Metzger Müller isch scho wieder bim Stadtturm blitzt worde.

TSi: Jä no, sälber gschuld. – Hoffentli wird aber jetzt s Fleisch bi ihm nid türer!

FKl: Also ich find, dass d Polizei bim Müller scho es Aug hetti chönne zuetrucke.

TSi: Goht doch nid. Gsetz isch Gsetz und Buess isch Buess!

FKl: Wenigschtens en Rabatt chönnteds ihm gäh. Wohrschiinlich het´s ihm pressiert und er isch halt durs Tor dure. Ich han nach de letschte Biicht zwöi Vaterunser und Gegrüsst-seist-du-Maria weniger bätte, als de Pfarrer gseit het, wills pressiert het.

TSi: Frau Klingelfuess: Wo chämti d Stadt Bade ane, wenn´s  Buesse plötzli würded allne erloh?

FKl: Jo das meini au nid. Aber handcherum chönnts i de Niklausstieg überall anebrünzli, ohni dass es en Buess git.

TSI: Do händ Sie au wieder Rächt. Es isch würkli efang gruusig a teilne Orte i de Stadt inne.

FKl: Drum zügle n ich bald us de Stadt use.

TSi: Jo wohär au! Wo ane denn? In Kappi abe, oder in Meierhof use? Oder öppe i di neu Überbouig im Belvédère obe?

FKl: Also sicher nid uf Protzenalp. – Neinei, wohrschiinli weg vo do. Sit Bade im Städte-Ranking so wiit hindere gfalle n isch . . .

TSi: ... jetzt höred Sie mir aber mit dene blöde Rankings uuf. Das isch doch eifach en zufällige, erfundene Mischt.  

FKl: Herr Silberyse, Sie händ viellicht nid mit übercho, dass d Stadt Aarau im Ranking Bade schon lang überholt het.

TSi: Mag sii im Städte-Ranking. Im Fuessball isch es bald umgekehrt, wenn d Aarauer so wiiter tschuttet, sind s im nöchschte Johr i de 1. Liga unde.

FKl: Es goht nid ums Tschutte! Jetzt het sogar Wettige d Stadt Bade im Städteranking überholt!

TSi: Halt, das goht gar nid! Es Dorf chan doch nid im Städteranking mitmache.

FKl: Wettige chunnt jetz en Altstadt über!

TSi: Do gits mir öppis, Frau Klingelfuss. Wettige und en Altstadt. Stelled s die denn uf d Chloschterhalbinsle?   

FKl: Neinei. So heisst s neue Alterszentrum i de Langächer usse.

TSi: Denn schriebed s dänk Altstatt mit zwöi «t» - und s heisst «alt statt jung». Öb sich d Bewohner über de Name freued?

FKl: Herr Silberyse, Wettige hett sich gmacht. Sogar de Reto Schmid isch mit Form und Wohne uf Wettige züglet . . .

TSi: ...und hett a de Landstross es Gsundheitszentrum für Schlof-Ergonomie eröffnet!

FKl: De hett ebe gmärkt, dass z Wettige öppis lauft.

TSi: Genau, «Wettingen, da wo Baden boomt.» Äh nei, s heisst jo «Dättwil», wo Bade boomet.  – Also ich weiss scho, wieso de Schmid uf Wettige zoge n isch. D Konkurrenz isch vill z nöch gsi in Bade.

FKl: Wie meined Sie denn das?

TSi: Will s scho im Stadthuus es Gsundheitszentrum für Schlof-Ergonomie git!

FKl: Her Silberyse, ziehnd Sie jetzt wieder über de Stadtrat her?

TSi: Nei, wieso denn? De Geri Müller isch jo nümm debi. Er sig jetz bi sinere Firma als Berater tätig. 

FKl: Und de Firmesitz sigi au nümm im Stadthuus, seit mer. Guet, echli Berotig würd im Stadtrot nüt schade. A de guete Idee fehlt s jo echli. Was meined Sie eso, Herr Silberyse?

TSi: Jo guet, die vo de Sandra Kohler mit ere eigne Stadt-Währig, find ich super.

FKl: Do das Krypto- und Bitcoin-Zügs - das isch doch alles Humbug!

TSi: Sie verschtönd do glaub zwenig, Frau Klingelfuess. Es goht um e richtigi Badener Währig. Also zum Bispill: Ich gohne in Manor und zahle det mit Salatchöpf vom Obrist in Dättwil.

FKl: Und wenn s Ihne wänd mit Badener Stei usegäh – Sie wo jo Schoggigs nid gern händ?

TSi: Dänn säg ich eifach, ich het s lieber flüssig und nimm s in Müllerbier.

FKl: Das isch doch en Schnapsidee . . .

TSi: ... en Brönnte vom Humbel würdi natürli au nee!

FKl: Nei, jetzt ernschthaft, Herr Silberyse. De Stadtrot isch scho nonig so in Schwung, wie mer´s erwartet hetti. Also emol abgseh vom Schneidi sinere neue Friise. So richtig hindere geschtrählet!

TSi: So isch er grüschtet für de Gägewind im Iiwohnerrot. Dass er d Badener Fahne no vor sim Amtsaatritt uf em Schloss Stei het wieder lo ufzieh, mues mehr aber im Schneidi z guet halte! 

FKl: Aber süscht händs im Stadtrot nonig vill chönne ufzieh, die siebe. – Wie chunnt das ächt erscht use, wenn s denn nur no föif sötted sii!

TSi: Also z beniide sind s jo sicher nid. Die händ das Johr einiges z ghöre übercho!

FKl: Säged Sie nüt, Herr Silberyse! Wenn ich nur ans Schuelprovisorium uf de Ländliwiese dänke.

TSi: Das isch es rächts Gstungg i de Pause mit so villne Goofe.

FKl: Jetzt müends au no im Grabe unde es wiiters Provisorium ufstelle, will d Schüelerzahle i de Innestadt so wachse.

TSi: Jesses Gott, und was wird us em Füdlibürger, wenn s dä dete  nümm chönt verbrönne?

FKl: Mached Sie sich kei Sorge, Herr Silberyse, de Ramsy als Brödlirot im Stadtrat het scho deför gsorgt, dass d Spanischbrödlizunft no gnueg Platz für d Verbrönnig het.

TSi: Und suscht mues mer en halt künftig recycle statt verbrönne!

FKl: Wie d Gummipneu vo de städtische Fahrzüüg, wo s bim Schuelhuusplatz ufenander gstaplet händ.

TSi: Säged Sie nüt so öppis, Frau Klingelfuess. Das isch de Stack! D Kunscht am Bau für de Schuelhuusplatz.

FKl: Das sell Kunscht sii? Also eifach echli Gummi drüber tue – das chan jo fascht jede Maa ... – Mer gfalled d Badzimmerplättli i de Fuessgängerebene unde scho vill besser als dä Chabis.

TSi: Gummi ... nid Chabis, Frau Klingelfuess. Es bruucht halt chli Verständnis für die moderni Kunscht.

FKl: Also wenn d Stadt für Settigs so vill Gäld uusgit und denn muess d Stüüre n ufe tue, langed mis Verständnis würkli nid.

TSi: Frau Klingelfuess. Das mer mit de Stüüre ufetue, wüssed mir scho lang.

FKl: Jo guet, aber mer mer händ jo wieder en guete Stüürzahler übercho, und erscht no vo Wettige.

TSi: Wer meined Sie denn?

FKl: De Kik Gläser – de Adi Meyer het ihm schiint s en neui Villa i de Burghalde bout.

TSi: Guet, aber das länged no lang nid. Die neue Schuelhüüser choschtet d Stadt en Huufe Gäld.

FKl: Sie säged s. Und s Kurtheater, wo s saniered und umboued . . .

TSi: ... und d Wettiger, die Giiznäpper, wo nümme wänd dra n ane zahle!

FKl: Viellicht sött mer de Adrian Schoop frooge, öb d Turgemer deför en Batze biistüüred.  – He jo, bi dene Avance wo n er Bade ständig macht! De wott jetz sogar in Nationalrot.

TSi: Was isch das scho! Mer händ de Thierry Burkart und Mary Binder und jetzt nop d Ruth Müri wo in Ständerot wänd.

FKl: Also für d Binderi passt s grad. Aber de Thierry, isch de nid chli zu jung für is Stöckli? Guet, de Wermuth wott jo au.

TSi: De isch scho immer en Früehriife gsii.

FKl: Aber bis zu de nationale Wahle duuret s jo no chli. Zerscht chunnt no d Wiehnacht.

TSi: Und no vorhär d Bundesrotswahle, und nach de Wiehnachte denn d Fasnacht. – Z Bade lauft au suscht einiges. De Schuelhuusplatz isch saniert und iigweiht samt em Bustunnel.

FKl: Und uf em Postareal tuet sich au öppis.

TSi: D Villa Schnebli händ s efangs abgrisse – das hätt mir nid dörfe zueloh.

FKl: Do het d Stadt Bade wieder emol im Bauherr de roti Teppich uusgrollt.

TSi: Guet sind s jetzt i de Bäder unde mit Volldampf dra.

FKl: Und d Spanischbrötlibahn loht de Stadtrot glaub doch nid verschrotte. - Wüssed Sie was, Herr Silberyse? Am Änd sind mir bald wieder ...

TSi: ... vor Wettige im Städteranking.

FKl: Genau, villicht au vor Aarau! Und das mit em Zügle überleg ich mir nomol.

TSi: Unbedingt – mit wem wett ich denn suscht uf minere Tour no es Schwätzli ha. – Ou! Das isch hüt wieder chli länger worde. Ich muess, Frau Klingelfuess. Guet Nacht!

FKl: Guet Nacht, Herr Silberyse. - ... die Manne, wenn die mol is Schwätze cho sind ...!

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