Baden Regio

Kleinste Aargauer Regionalplanung wird aufgelöst: Baden plant neu mit dem Rohrdorferberg

..

Die kleinste Aargauer Regionalplanung Rohrdorferberg-Reusstal gibt es ab 2015 nicht mehr – dafür wächst Baden Regio stark. Die 13 Gemeinden mit 10000 Arbeitsplätzen bei rund 34000 Einwohnern werden neuen Regionen zugeteilt.

Der kleinste aller Aargauer Regionalplanungsverbände (Repla) wird aufgelöst: Die 1965 gegründete Repla Rohrdorferberg-Reusstal ist ab 2015 Geschichte. Rund 34 000 Einwohner und 10 000 Arbeitsplätze in 13 Gemeinden werden neuen Planungsregionen zugeteilt (siehe Karte). Dafür gibt es mehrere Gründe.

5 der 13 Gemeinden waren auch bei anderen Replas Mitglied, innerhalb des Verbands gab es wenig gemeinsame Interessen. Zwischen dem Reusstal und dem dicht besiedelten Rohrdorferberg habe es ein Gefälle gegeben, sagt Gregor Naef, Präsident der Repla und Gemeindeammann von Niederrohrdorf.

Heute streben die Replas zudem eine Professionalisierung an, das heisst: den Betrieb einer eigenen Geschäftsstelle. Der Repla Rohrdorferberg-Reusstal fehle die Grösse dafür, so Naef. Er sagt: «Mit rund 60 000 Einwohnern wäre eine eigene Geschäftsstelle möglich.»

Im Sommer müssen die Gemeindeversammlungen über die Auflösung der Repla und den Beitritt zu anderen Planungsverbänden entscheiden. Laut Naef ist das eine «Formsache».

Als er sein Amt vor weniger als zwei Jahren antrat, war schon klar, dass die Repla in der heutigen Form nicht mehr lange existieren wird. Zur Diskussion stand aber nicht nur die Auflösung: «Wir hatten auch Szenarien zur Aufrechterhaltung der Repla aufgestellt, mit Mellingen als möglichem Zentrum.»

Diese Option haben die Mitglieder aber verworfen. «Ohne Nebengeräusche» habe der Vorstand der Repla entschlossen, die Auflösung zu beantragen. 10 der 13 Mitglieder planen künftig mit Baden Regio, vier davon waren schon vorher Doppelmitglied.

«Dieser Verband ist wesentlich grösser, dadurch sind die Interessen besser gewahrt.»

Vor allem für die verkehrsstrategische Planung sieht Naef die neuen Verhältnisse als Gewinn: «Wir müssen miteinander reden, damit es keinen Verkehrskollaps gibt.»

Apropos Verkehr: Als grössten Erfolg der Repla Rohrdorferberg-Reusstal bezeichnet Gregor Naef den Bahnhof Mellingen Heitersberg im «Herzen der Repla». Er sagt: «Diese gemeinsame Anstrengung hat die ganze Region nachhaltig befruchtet.»

«Replas gewinnen an Bedeutung»

Neu kommen Mägenwil, Mellingen, Remetschwil, Stetten, Tägerig und Wohlenschwil zu Baden Regio dazu. Der Einflussbereich dieser Repla wächst damit um elf Prozent auf 135 000 Einwohner.

Laut Markus Dieth ein «verkraftbarer Zuwachs». Der Ammann von Wettingen und Präsident von Baden Regio hat ab 2015 sechs Vorstandskollegen mehr.

Die Geschäftsstelle von Baden Regio in Fislisbach braucht aber nicht mehr Mitarbeiter.

In Zukunft sei dies aber denkbar, weil sich viele neue Aufgabenstellungen ergeben würden. «Die Bedeutung der Replas nimmt immer mehr zu», sagt Dieth.

Meistgesehen

Artboard 1