Wettingen

Kloster Wettingen stand für alle Besucher offen

Die Kloster- und Parkanlage in Wettingen stand im Rahmen des alljährlichen Klosterfests für alle Besucher offen. Aufgrund des Wetters besuchten aber weniger Interessierte die Anlage als im letzten Jahr.

Bereits zum fünften Mal fand am Pfingstmontag das Klosterfest statt. Zusammen mit dem Quartierverein Kloster organisierte die Klostergärtnerei den Anlass für Jung und Alt.

«Im letzten Jahr besuchten ungefähr 1000 Besucher unser Fest. Dieses Jahr werden es wetterbedingt eher weniger sein», sagte Melanie Bär, die den Anlass mitorganisierte.

Programm für Gross und Klein

Den Besuchern präsentierten sich diverse Möglichkeiten, um das Kloster und seinen Garten besser kennenzulernen. «Wir wollen ein breites Publikum ansprechen», sagte Bär. So gab es für Kinder einen Postenlauf, in dem sie sich im Schubkarrenstossen messen oder Pflanzensorten im Garten suchen und bestimmen konnten.

Weiter fand eine speziell für Kinder zugeschnittene Führung durch den Klosterkomplex statt. Während einer Stunde erhielten die Kinder wissenswerte Informationen zum Klosteralltag und zum Leben im Mittelalter allgemein.

«Die Mönche lebten hauptsächlich vegetarisch und assen nur zu speziellen Anlässen Fleisch», erzählte Melanie Bär den staunenden Kindern. Ein Workshop rundete die Führung ab, bei dem die jungen Teilnehmer mit Feder und Tinte schreiben und ein Umschlag mit Wachs versiegeln konnten.

Ein spannendes Programm erwartete auch die Erwachsenen Besucher. Auch sie hatten die Möglichkeit, das Kloster zu besichtigen. Doch die Klostergärtnerei legte einen Schwerpunkt auf den Klostergarten, in dem seit 1227 Gemüse, Heilkräuter, Obst, und Zierpflanzen angebaut werden.

Heute gehört ein Teil des Gartens zum Schaugartennetz der Stiftung Pro Specie Rara, die sich für die Vielfalt und den Erhalt von alten Pflanzen- und Tierarten einsetzt. Der ehemalige Lehrer und Biologe Kurt Honegger nahm seine Gruppe auf den Weg durch die Garten- und Parkanlage des Klosters.

Dabei erfuhren die Zuhörer einiges über Salate, Karotten und Kartoffeln sowie über deren Zucht. «Stacheln sowie Gifte dienen den Pflanzen als Schutz und werden durch den Menschen weggezüchtet», erklärte der Biologe.

Einige der Schutzmechanismen würde der Mensch auch medizinisch nutzen können, wie beispielsweise das Öl des Johanniskrauts.

Festbeiz des Quartiervereins

Neben den Führungen im Halbstundentakt und dem Postenlauf für Kinder konnten sich Festbesucher auch auf der Slackline in Balance üben oder in kleinen Spielen ihr Glück versuchen. Für die Verpflegung sorgte der Quartierverein Kloster. In der Festbeiz konnten sich die Festbesucher mit Grilladen und hausgemachten Kuchen verköstigen.

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