Traubenernte
Klosterfrauen ernten Trauben in eigenen Rebhängen

Das Wümmen macht den Klosterfrauen des Klosters Fahr Freude, denn die Qualität der Früchte ist besser als im Vorjahr. Bereits am Donnerstag sind sie in Weiningen in die Rebhänge und haben kiloweise Trauben geerntet.

Anina Gepp
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Klosterfrauen in Fahr ernten Trauben von ihren eigenen Rebhängen
25 Bilder
Sorgfältig wird jede Traube kontrolliert und Faule oder Saure aussortiert
Zum Glück spielt auch das Wetter mit, das kommt allen Helfern entgegen
Jede mit einem Kessel in der Hand, machen sich die Schwestern an die Arbeit
Rund 3000 Kilo Trauben werden an einem Tag geernet
Während des Traubenlesens bleibt auch Zeit für einen Schwatz
Roland Steinmann kippt die Trauben in einen grossen Behälter
In Kesseln sammelt jede der Klosterfrauen ihre geernteten Trauben
Zahlreiche Kübel warten darauf, mit Trauben gefüllt zu werden
Zwischendurch wird gerne auch einmal eine der süssen Trauben probiert
Eine Klosterfrau auf dem Weg in den Hof
Auch Wespen wissen, was gut ist und machen sich an den Trauben zu schaffen
Die Klosterfrauen lächeln zufrieden, sie mögen das Wümmen
Auch die Vereinsmitglieder des Pro Kloster Fahr sortieren faule Trauben sorgfältig aus
Den Klosterfrauen und Helfern steht ein ganzer Rebhang Arbeit bevor
Die Klosterfrauen marschieren den Hang auf und ab ohne dabei Müde zu werden
Die Klosterfrauen und die Vereinsmitglieder arbeiten fleissig aber ohne zu hetzen
Die Klosterfrauen haben sichtlich Freude an der Arbeit an der frischen Luft
Im Klosterladen kann direkt eigengepresster Wein gekauft werden
Die Stauden hängen voller Trauben und es gibt viel Arbeit für alle Beteiligten
Dass die Trauben kaum von Pilzen befallen sind, macht die Arbeit leichter
Ein Kessel voller Trauben hat ein rechtes Gewicht
Der Himmel ist strahlend blau, das beste Wetter für die Ernte
Die diesjährige Ernte ist qualitativ hochwertiger als die im Vorjahr
Gemeinsam arbeiten mehrere Leute zusammen an einer Reihe

Klosterfrauen in Fahr ernten Trauben von ihren eigenen Rebhängen

Chris Iseli

«Immer auf den Kessel zuwümmen», ruft Roland Steinmann, der Kellermeister des Klosters Fahr, durch die Reben. Die Klosterfrauen nicken und zwacken fleissig Trauben von den Stauden. Die Früchte der Sorte Blauburgunder, die im klostereigenen Rebhang wachsen, sind reif. Bereits am Donnerstag sind die Klosterfrauen in Weiningen die Rebhänge hinauf und hinunter gestiefelt und haben kiloweise Trauben geerntet. Unterstützt werden die Schwestern von Vereinsmitgliedern von «Pro Kloster Fahr» und zwei Kantonsschülern, die ihr Sozialpraktikum im Klostergarten absolvieren.

Bessere Qualität als im Vorjahr

Aus den Blauburgundertrauben werde der Wein Pinot noir hergestellt, so Steinmann. Schwester Petra geniesst es, wümmen zu können, vor allem bei Sonnenschein: «Es ist schön, wenn man Trauben ablesen kann, ohne gross aussortieren zu müssen», sagt sie. Ausserdem halte das Traubenlesen jung und fit.

Die diesjährige Qualität der Trauben sei besser als letztes Jahr, erzählt Schwester Veronika. Damals seien die Trauben ausgetrocknet und sauer gewesen. «Heuer macht es mehr Freude», sagt sie. Doch nicht alle der Klosterfrauen sind begeisterte Traubenleserinnen. «Aber es gehört eben dazu und bei schönem Wetter geht dies problemlos», sagen zwei Schwestern und lachen. Sobald mehrere Kessel mit Trauben gefüllt sind, werden sie unter den Stauden hindurchgereicht und in einen riesigen runden Behälter geleert, den die Klosterfrauen «Stande» nennen. «Muss noch jemand leeren?», ist Schwester Beatrice zu hören und sammelt alle gelesenen Trauben zusammen. Mit dem Traktor verschiebt Kellermeister Roland Steinmann den Kübel immer wieder an einen neuen Standort, damit der Transportweg nicht zu weit ausfällt.

«Immer eine Gratwanderung»

Mitten im Treiben ist das Ehepaar Kuster am Wümmen. Sie helfen seit sechs Jahren bei der Ernte mit. Zuerst habe es geheissen, die Traubenlese beginne am Dienstag, so Helena Kuster. «Doch die zwei Tage länger an der Sonne haben den Trauben sicher gutgetan», sagt sie. Ihr Mann sagt: «Es ist immer eine Gratwanderung, den richtigen Zeitpunkt für die Traubenlese zu erwischen.» Während des Traubenlesens unterhalten sich die Schwestern angeregt mit den Vereinsmitgliedern des Klosters Fahr. Das zentrale Gesprächsthema ist die grosszügige 3-Millionen-Spende des Kantons Aargau an das Kloster, über die sich die Schwestern freuen: «Endlich können wir die Fenster auswechseln.» Nebst dem Plaudern kommt die Arbeit aber keineswegs zu kurz. Alleine heute werden 3000 Kilo Trauben geerntet, und am Montag ist der letzte Erntetag.

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