Baden

Klotzen, nicht kleckern für die Gäste des Regionalen Pflegezentrums Baden

Im Regionalen Pflegezentrum (RPB) erlebten über 100 Eingeladene einen königlichen Abend – mit kulinarischen Köstlichkeiten und blendender Unterhaltung.

Dass der Musiker im Schnee stecken geblieben war und sich verspätet hatte, löste bei den Organisatoren keine Panik aus. Zu entspannt hatte die Feier im Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB) begonnen. Bald nach Eindunkeln waren die ersten Gäste eingetroffen: Vom Parkplatz durch den knöcheltiefen Schnee gestapft, vorbei an den festlichen Lichtern des Weihnachtsbaums und schliesslich warm empfangen von der RPB-Führungsriege. «Einmal im Jahr wollen wir mit Ihnen feiern», sagte Direktor Marc Pfirter. «Heute Abend sollen Sie Könige sein.»

Gekommen waren gute 100 geladene Gäste, die dem Regionalen Pflegezentrum Baden nahe stehen. Königlich-hofnärrisch war vorerst die Unterhaltung: Dem deutschen Kabarettisten Hans-Christian Hoth gehörte die Bühne zuerst. Nach einer Anlaufzeit mit eher verhaltener Stimmung trafen die flotten Sprüche und Pointen den Geschmack des Publikums. Je länger die Nummer dauerte und je mehr man seine verschiedenen Figuren kennenlernte, desto lauter waren die Lacher. Ein Höhepunkt im Programm des Verstellungskünstlers war seine Persiflage zum Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki dessen Stimme, Gestik und Körperhaltung Hoth wunderbar beherrscht.

Ganz anders, aber passend

Ganz anders und doch passend dazu war der Auftritt von Oleg Lips. Seine Karikaturen waren musikalischer Art. Bach, Mozart, Schostakowitsch, aber auch zeitgenössische Komponisten gaben ihm ein herrliches Experimentierfeld für seine Tastenakrobatik. Das Publikum liess sich von der locker-fröhlichen Art des Hünen anstecken.

In einem Buch von Bettlern und Königen fand Marc Pfirter eine Metapher zur Überleitung in den kulinarischen Genuss des Abends. Vor allem die Zeit sei es heute, die uns vom Bettler zum König mache, denn der Umgang damit sei die Königsdisziplin: «Wenn wir genug Zeit haben, sind wir alle Könige. Wenn sie uns aber fehlt, sind wir nur noch Bettler.» Die Anzahl Betten im Pflegezentrum habe sich auf 250 erhöht, und über 500 Mitarbeiter kümmerten sich um über 300 Bewohner, konnte Pfirter in Bezug zum Betrieb verkünden. «Wir sind stark genug, Strategien umzusetzen und auch künftig unseren Auftrag zu erfüllen.»

Königlich präsentierte sich schliesslich das Buffet. «Tatsächlich, hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt» fiel einem Gast ein, bevor er zugriff bei Rauchlachs aus Skandinavien, Trüffeln aus Italien, Pata Negra aus Spanien und Austern aus Frankreich. Die kulinarische Reise führte um die halbe Welt.

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