Baden

Komitee für Flussbadi: 22-köpfige Gruppe lanciert Petition für eine «bebadbare» Limmat

Das Bedürfnis, sich im kühlen Nass der Limmat zu erfrischen, sei gross, ist das Komitee von «FlussBaden» überzeugt.

Das Bedürfnis, sich im kühlen Nass der Limmat zu erfrischen, sei gross, ist das Komitee von «FlussBaden» überzeugt.

Eine Gruppe aus Baden publiziert eine Petition mit verschiedenen Vorschlägen für eine «bebadbare» Limmat. Hinter dem Anliegen steht ein 22-köpfiges Komitee, dem zahlreiche Politiker angehören. Bis jetzt darf die Gruppe auf über 600 Unterstützer zählen

Am Donnerstag ging eine Meldung durch die Schweizer Medien: Der amerikanische Nachrichtensender CNN habe die Aare in einem Ranking zum besten Bade-Fluss der Welt erkoren. Der Bericht lobte unter anderem die zahlreichen Plätze, an denen man sich am Ufer in der Sonne erholen kann.

Was den Bernern ihr Aareschwumm, sollte doch auch in der Bäderstadt möglich sein. Rein zufällig ging just am Tag der CNN-Meldung eine Petition online, die eine «bebadbare» Limmat in Baden fordert. Hinter dem Anliegen steht ein 22-köpfiges Komitee aus «Politik und Nicht-Politik», wie Einwohnerrat Alex Berger (SP) sagt. Neben Mitinitiant Berger gehören vier weitere Einwohnerräte von SP und Team Baden dem Komitee an.

Über 600 Unterstützer in den ersten zwölf Stunden

Die Petition «FlussBaden» startete furios. Bereits in den ersten zwölf Stunden haben über 600 Unterstützer ihre Zustimmung ausgedrückt. Zwei Monate soll die Petition online bleiben. «Wir hoffen, dass die Stadt Baden das Bedürfnis des Flussbadens anerkennt sowie einfache und konkrete Projekte umsetzt», sagt Berger. Das Verlangen, sich im kühlen Nass der Limmat zu erfrischen, sei gross, ist das Komitee überzeugt. Jedoch bestehe für die badebegeisterte Bevölkerung kein ausreichendes Angebot an Ein- oder Ausstiegsmöglichkeiten am Badener Limmatufer.

Berger sagt: «Dass Flussbaden im urbanen Gebiet begeistert, das zeigen beispielsweise die gut besuchten Obere- und Untere-Lettenbadis in Zürich, das Rheinbad in Basel und das Marzilibad in Bern.» Flussbaden wäre für die Badekultur in der Erholungs- und Wellness-Stadt Baden ein wertvoller Beitrag und eine Ergänzung des bestehenden und meist kostenpflichtigen Badeangebots.

Nicht nur eine konkrete Variante möglich

Das Komitee unterbreitet verschiedene Vorschläge, statt auf einer konkreten Variante zu beharren. Vielmehr solle man den ganzen Limmat-Perimeter einer Neubeurteilung unterziehen. «Wir fordern, dass die Stadt das Bedürfnis anerkennt und aktiv Projekte umsetzt, die das Baden in der Limmat besser möglich machen», heisst es im Petitionstext.

Das Komitee verlangt weiter, dass Möglichkeiten geprüft werden, wie gefährliche Stellen in der Limmat sicherer gemacht werden können. Die Petition wird nach Ablauf der zwei Monate an den Stadtrat übergeben und dieser zugleich aufgefordert, Stellung zu nehmen.

Die Begeisterung im Netz ist jedenfalls gross. Eine Unterstützerin der Petition schreibt: «Baden hat so viele schöne Orte. Wir bekommen ein riesen Bad gebaut...aber draussen? An der schönen Limmat? Da gibt es nichts? Das wurde total verpasst. Ich bin absolut dafür, das umzusetzen.»

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