Baden
Konzession weg: Casino Baden verliert unverschuldet Vaduzer Spiellizenz

Die Liechtensteiner Regierung muss die erste und einzige Casino-Konzession des Landes neu ausschreiben. Das Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gutgeheissen. Die Konzessionsvergabe an die Spielbank Baden ist damit aufgehoben.

Merken
Drucken
Teilen
Nichts geht mehr in Vaduz: Das Casino Baden hat die Spiellizenz in Vaduz verloren

Nichts geht mehr in Vaduz: Das Casino Baden hat die Spiellizenz in Vaduz verloren

Keystone

Das Aargauer Casino-Unternehmen hatte mit dem Liechtensteiner Unternehmer Wolfgang Egger zusammengespannt und Anfang Jahr die Konzession von der Regierung in Vaduz zugesprochen bekommen.

Leer ausgegangen war die zweite Bewerberin, die österreichische Casino Admiral AG. Sie erhob gegen den Entscheid Beschwerde und hat nun teilweise recht bekommen, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

Bei der Ausschreibung sei die Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien für die Vergabe der Konzession nicht bekannt gewesen, argumentiert der Verwaltungsgerichtshof. Er sieht in diesem Umstand einen Verstoss gegen das Gesetzmässigkeitsprinzip, den Gleichbehandlungsgrundsatz und das Transparenzgebot des Europarechts.

Die Regierung muss nun laut Gericht die Konzession neu ausschreiben und einen neuen Entscheid über die Konzessionsvergabe treffen. Beide Kontrahenten können gegen das Urteil Beschwerde beim Staatsgerichtshof erheben.

Zweiter Rückschlag innert eines Jahres

Die Aufhebung der Konzession ist für die Spielbank Baden der zweite grössere Rückschlag innert eines Jahres. 2011 sind die Badener bei der Vergabe der Spielbankenlizenz in Zürich leer ausgegangen.

In Vaduz rechnete die Stadtcasino Baden AG mit 100'000 Besucherinnen und Besuchern und einem Spielertrag von brutto 20 Millionen Franken jährlich. Geplant war, 150 Geldspielautomaten und sieben Spieltische im Grand Jeu aufzustellen. (sha/sda)