Baden
Kraftwerkausbau hat der Natur einiges gebracht

Die ökologischen Massnahmen rund um die Kraftwerkausbauten wirken bereits. Das zeigt die erste Erfolgskontrolle ein Jahr später.

Roman Huber
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Die Kanalmauer der Kraftwerkinsel unter der Hochbrücke wurde zurückgebaut.-rr-

Die Kanalmauer der Kraftwerkinsel unter der Hochbrücke wurde zurückgebaut.-rr-

Die Limmatkraftwerke AG hat mit der Konzessionserneuerung zwei ihrer Kraftwerke ausgebaut.

Im Kraftwerk Aue wurde eine neue Maschinengruppe eingebaut und beim Wehr ein neues Dotierkraftwerk erstellt, um auch das Restwasser zu nutzen.

Ein Dotierkraftwerk erhielt auch das Kraftwerk Schiffmühle. Fazit: Das Kraftwerk Aue produziert zusätzlich 5,56 Gigawattstunden Strom jährlich, was 1200 Haushaltungen entspricht; bei der Schiffmühle sind es plus 1,9 Gigawattstunden (430 Haushaltungen). Der Ausbau verlangte jedoch im gesamten Limmatraum ein grosses Paket an ökologischen Ersatz- und Aufwertungsmassnahmen.

Um die Wirkung dieser Massnahmen zu überprüfen, hat die Limmatkraftwerke AG zusammen mit dem Ennetbadener Fachbüro Creato untersucht, ob sich die Massnahmen auch tatsächlich positiv auf die Qualität der Flora und Fauna auswirken würden.

Die Antwort lautet: Ja. Betriebsleiter Andreas Doessegger ist mit dem Resultat sehr zufrieden: «Der Bericht zeigt uns, dass die ökologische Entwicklung gut unterwegs ist und wir die richtigen Massnahmen getroffen haben.»

Doessegger weist darauf hin, dass Ausbau und Betrieb für 60 weitere Jahre mit den entsprechenden ökologischen Massnahmen verknüpft wurden.

Limmat fliesst wieder besser

Die bedeutendste Veränderung auch des Landschaftsbildes erfuhr der Bereich des Unterwasserkanals (Foto). Der Abbruch der Trennmauer flussabwärts der Hochbrücke verkürzte die Restwasserstrecke um rund 200 Meter, so viel wie die gewonnene freie Fliesstrecke in der Limmat.

Gewässerökologie und Fischfauna haben sich gesamthaft verbessert. Die Kontrolle der Fischauf- und -abstiegshilfe bei der Aue wie bei der Schiffmühle stehen zwar noch aus. Auch die Vegetation entlang der Limmat habe sich gut entwickelt, nicht zuletzt weil man der Bekämpfung der Neophyten besondere Beachtung geschenkt habe. In vier und dann in acht Jahren sei eine weitere ökologische Überprüfung geplant, sagt Doessegger. Bis dann erwartet man weitere positive Veränderungen.

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