Künten

Krankenkasse Birchmeier erzielt Geschäftsgewinn

Werner Kaufmann, Geschäftsführer Krankenkasse Birchmeier. AZ-Archiv

Werner Kaufmann, Geschäftsführer Krankenkasse Birchmeier. AZ-Archiv

Nach zwei schwierigen Jahren erzielte die Krankenkasse Bichmeier im Geschäftsjahr 2017 wieder ein positives Ergebnis. Die Zahl der Versicherten war als Folge der vom Bundesamt für Gesundheit geforderten Prämeinanpassungen jedoch rückläufig. Für Geschäftsführer Werner Kaufmann ist das aber kein Grund zur Sorge.

2015 und 2016 musste die Krankenkasse Birchmeier mit Sitz in Künten Verluste von rund 0,5 Mio. und 1,2 Mio. Franken verbuchen. Nun hat die exklusiv im Aargau tätige Krankenversicherung wieder ein positives Ergebnis erzielt: Sie schloss das Geschäftsjahr 2017 mit einem Gewinn von 451 450 Franken ab.

«Wir sind sehr zufrieden, dass wir nach zwei schlechten Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben konnten und auf Kurs sind», sagt Geschäftsführer Werner Kaufmann. Der Gewinn würde nun zu den frei verfügbaren Reserven fliessen. Was die Versichertenzahl betrifft, musste Birchmeier jedoch einen Rückgang bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung hinnehmen: Waren im letzten Jahr 6912 Kunden versichert, sind es aktuell noch 5822. Grund für den Kundenverlust ist die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) geforderte Prämienerhöhung per 1. Januar 2018. Bereits 2016 ordnete das BAG eine Anpassung der Prämien an.

Der Kundenverlust ist für Kaufmann kein Grund zur Sorge: «Der Rückgang ist zwar bedauerlich. Der Gewinn und die Prämienerhöhung tragen aber dazu bei, dass unsere Reservequote wieder über dem gesetzlichen Minimum liegt.» Birchmeier sei sehr solide und für die Zukunft gut gerüstet. Auch seien die Zahlen für das aktuelle Jahr vielversprechend.

Im letzten Jahr wurde Birchmeier ausserdem mit dem "Help-Award" ausgezeichnet. Die Künter Krankenversicherung erhielt die Note 5,8 und belegte den ersten Platz. Bewertet wurden Freundlichkeit und Kompetenz, Schnelligkeit der Verarbeitung, Verständlichkeit der Versicherungsunterlagen und der Gesamteindruck. Die Schweizer Vergleichsplattform krankenversicherung.ch vergibt zusammen mit „help.ch your e-guide“ einmal pro Jahr den "Help-Award" an Schweizer Krankenversicherungen.


Leistungskosten steigen weiter


Was die Herausforderungen betrifft, seien die Leistungskosten für Arzt, Spital und Medikamente auch im Jahr 2017 weiter angestiegen, sagt Kaufmann. Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht absehbar. «Der medizinische Fortschritt, die demografische Entwicklung und die steigende Nachfrage nach einer guten Gesundheitsversorgung werden auch in Zukunft zu weiteren Kostensteigerungen führen.»

Auch erwähnt Kaufmann, dass sich das Verhältnis zwischen stationären und ambulanten Spitalbehandlungen weiter zulasten der Krankenversicherung verschieben würde. Während sich bei Ersteren der Kanton Aargau (55 Prozent) und die Krankenkassen (45 Prozent) die Kosten teilen würden, komme die Krankenversicherung für ambulante Behandlungen im Spital alleine auf. «Angesichts der Entwicklungen im Gesundheitswesen werden wir versuchen, unseren Kunden bestmögliche Prämien anzubieten.» (ces)

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