Würenlos

Kredit abgelehnt: Der Kindergarten Buech 1 wird nicht saniert

Der Anbau (links) am Kindergarten Buech 1 wird nicht realisiert. Die Stimmberechtigten haben den Kredit abgelehnt. (Visualisierung ZVG)

Der Anbau (links) am Kindergarten Buech 1 wird nicht realisiert. Die Stimmberechtigten haben den Kredit abgelehnt. (Visualisierung ZVG)

Die Stimmberechtigten haben die Sanierung des Kindergarten Buech 1 abgelehnt. In der Referendumsabstimmung sprachen sich 545 für und 1114 gegen den Baukredit von 770 000 Franken aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,75 Prozent.

Die Stimmberechtigten haben die Sanierung des Kindergartens Buech 1 abgelehnt. In der Referendumsabstimmung sprachen sich 545 für und 1114 gegen den Baukredit von 770'000 Franken aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,75 Prozent. Dies ist ein sehr hohes Ergebnis, denn die Stimmberechtigten wurden nur wegen dieses einen Geschäftes an die Urne gerufen.

Ein sehr starkes Signal

Thomas Zollinger, Präsident der SVP-Ortspartei ist mit dem Abstimmungsausgang sehr zufrieden: «Das ist ein starkes Signal für einen Sparkurs in der Gemeinde.» Die SVP hatte das Referendum gegen den Gemeindeversammlungsbeschluss ergriffen. Diese hatte die 770 000 Franken genehmigt. Doch schon damals sprachen sich mehre Votanten gegen den Sanierungskredit aus.

Dabei wurden vor allem finanzielle Gründe aufgeführt. So hatte die Gemeindeversammlung zuvor die vom Gemeinderat beantragte Steuerfusserhöhung abgelehnt. Selbst für Finanzkommissionspräsident Marco Galli war darauf klar, dass konsequenterweise der Sanierungskredit verworfen werden müsse. Abschliessend sagt Zollinger: «Ich erwarte nun Lösungsvorschläge für die finanzielle Situation.»

Gemeinderat formuliert Sparkurs

Vizeammann Anton Möckel sieht in der hohen Stimmbeteiligung und im eindeutigen Entscheid: «Die Bevölkerung will, dass der Gemeinderat einen Sparkurs einschlägt.» Der Gemeinderat sei daran, massive Sparvorschläge zu formulieren. Es stelle sich aber auch die Frage, welche Vorhaben unter diesen Umständen noch Sinn machten. Er bedauert, dass die Stimmenden so negativ auf das Umbauprojekt reagiert haben: «Es wird zwar nichts zusammenbrechen, aber wir müssen abklären, wie es weiter geht.»

Ein finanzpolitisches Exempel

Sehr enttäuscht ist Martin Brogle von der IG-Chindsgi. Diese hatte den Abstimmungskampf für die Sanierung und damit in Interesse der Kindergärtler geführt. «Schulhäuser und Kindergärten gehören zur Kerninfrastruktur einer Gemeinde, sie muss sie in Ordnung halten», sagt Brogle. Eine Aufgabe, die die Gemeinde Würenlos nach dem Entscheid nicht mehr konsequent wahrnimmt.

Erstaunt ist Brogle über die Höhe der Ablehnung, hatte die IG-Chindsgi doch positive Reaktionen auf ihrem Abstimmungskampf erhalten. Als Schulpfleger stellt Brogle fest, dass der Sanierungsbedarf des Kindergartens Buech 1 trotz Ablehnung weiter bestehe. Das Gebäude ist schlecht isoliert und entspricht nicht mehr den kantonalen Empfehlungen für Kindergärten. So gesehen empfindet er den Abstimmungsentscheid als finanzpolitisches Exempel, das statuiert worden sei.

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