Der Boden zittert, es dröhnt und kracht im Bäderquartier. Die Bauarbeiten für das neue Thermalbad sind seit einer Woche in vollem Gange. Mit einem kreischenden Geräusch fressen sich die Bagger durch die Decke des alten Parkhauses. Von den Stufen der Dreikönigskapelle kann man beobachten, wie es Stück für Stück verschwindet.

Hier, wo bis 1944 das Grand Hotel stand, lag bis vor einer Woche der Mättelipark. Er musste der Baustelle weichen und wird bis 2020 hinter dem neuen Botta-Bad neu gestaltet. «Der Baustart lief wie geplant und wir kommen gut vorwärts in der Aushubphase», sagt Marc Bertschinger, Kommunikationsleiter der Stiftung für Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden. In diesem Sinne sei es ein guter Baustart gewesen. Man sei auf keine unerwarteten Hindernisse gestossen.

Die Baustelle im Bäderquartier dehnt sich aus: So sieht es aktuell am Badener Limmatufer aus.

Die Baustelle im Bäderquartier dehnt sich aus: So sieht es aktuell am Badener Limmatufer aus.

Wo vor ein paar Wochen noch die Frösche in den heissen Tümpeln quakten, stehen jetzt Baumulden. Ein Bagger sammelt mit einem riesigen Magnet Eisenteile aus dem Schutt. Bei der Limmatquelle baden Kinder in den Becken des Vereins Bagni Popolari, hinter dem Bauzaun fräsen Diamantbohrer den Beton auf. Dicke, gelbe Plastikrohre führen das ungenutzte Thermalwasser von den Quellen zur Limmat. Es liegt ein seltsamer Geruch in der Luft, ein Gemisch aus Schwefeldämpfen und Dieselabgasen von den Baggern.

In der Bäderstrasse zwischen dem alten «Bären» und seiner Dependance stiessen die Archäologen der Kantonsarchäologie knapp unter dem Strassenbelag auf römische Überreste. Die Funde werden bis Ende Mai untersucht. Auf dem Kurplatz stehen derweil ein paar ältere Herren und rufen den Bauarbeitern zu: «Läufts gut?» – «Alles gut!», tönt es aus der Grube zurück. (AF.)

So soll das neue Botta-Bad in Baden aussehen: