Kaum 40 Jahre alt, blickt das markante, schon von weit her sichtbare Gebäude des Kantonsspitals in Baden-Dättwil dem Abbruch entgegen. Dazu kommt es nun, obschon der damalige Entscheid, von der Innenstadt nach Dättwil zu ziehen, im Hinblick auf weitere bauliche Entwicklungsmöglichkeiten der einzig richtige gewesen war. Ebenso richtig war es, dass die Spitalverantwortlichen bereits im Jahr 2010 die Sanierungspläne endgültig begruben. Ein solches Vorhaben wäre allein wegen des gleichzeitigen Spitalbetriebs zu einer Herkulesübung geworden, bei der Mitarbeitende wie Patienten hätten leiden müssen.

Die Lösung eines Neubaus trägt der Schnelllebigkeit in der Medizin mit ihren neuen Operationstechniken und vermehrt ambulanten Eingriffen Rechnung. Im bestehenden Gebäude wäre es ausserdem unmöglich gewesen, die gewachsenen betrieblichen und personaltechnischen Anforderungen zu erfüllen. Künftige Patienten werden vielleicht sogar die «heilende Architektur» des Neubaus damit verdanken, indem sie kürzere Spitalaufenthalte haben und so zur Eindämmung der Gesundheitskosten beitragen werden.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch beim Kantonsspital Baden zweifellos in der interdisziplinären Denkweise, wie sie auf diesem Gelände konsequent umgesetzt wird. Denn mit dem Kubus als neue Tagesklinik und dem Partnerhaus sind wichtige Pfeiler bereits eingeschlagen, damit die Spitalversorgung im Raum Baden weiter gut funktioniert. Das ist auch gewährleistet, wenn die Bettenzahl im Neubau nur um 30 auf neu 400 Betten aufgestockt wird.