Über 1700 Babys kamen 2016 im Kantonsspital Baden (KSB) zur Welt. 334 davon waren Frühgeborene, die keinen leichten Start ins Leben hatten. Sie kamen schon vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und brauchten deshalb eine spezielle und intensive Betreuung. Bis anhin durfte das KSB Frühchen ab 34 Schwangerschaftswochen betreuen. Pünktlich zum heutigen Welttag der Frühgeborenen hat die Schweizerische Gesellschaft für Neonatologie das Spital aufgewertet.

Elvire Ettel, Leitende Ärztin Neonatologie, erklärt: «Wir sind nun als Abteilung aufgeführt, welche die Kompetenz hat, Neu- und Frühgeborene ab 32 Schwangerschaftswochen und ab einem Geburtsgewicht von 1250 Gramm zu betreuen.» Das Angebot der sogenannten CPAP-Atemunterstützung erfülle sämtliche Bedingungen einer Überwachungsstation für Neugeborene, der Intermediate Care Unit, die als Bindeglied zwischen der Intensivstation, dem Notfall und den Abteilungen dient. Babys, die noch früher zur Welt kommen, pflegt entweder das Unispital Zürich oder das Kantonsspital Aarau.

Neun Neugeborene können auf der Neonatologie-Abteilung in Baden gleichzeitig betreut werden. «Die Plätze sind meistens alle besetzt», sagt Stationsleiterin Bettina Schober. Wohl auch heute, dem Welt-Frühgeborenen-Tag, dem grossen Tag der kleinen Helden, der die Folgen der Frühgeburten thematisieren sowie Frühchen und ihren Eltern eine Stimme geben soll. (az)