Baden

Küsse und Degen – Kantonsschüler wollen mit Shakespeares grösster Liebesgeschichte begeistern

Die Schüler beim Proben einer Szene. Während sechs Monaten studierten die jungen Schauspieler die berühmte Geschichte «Romeo und Julia» von William Shakespeare ein.

Die Schüler beim Proben einer Szene. Während sechs Monaten studierten die jungen Schauspieler die berühmte Geschichte «Romeo und Julia» von William Shakespeare ein.

Kantischüler in Baden führen William Shakespeares «Romeo und Julia» auf. Mit viel Körpereinsatz wollen sie das Publikum für sich gewinnen.

Das Aufführen klassischer und moderner Dramen der Weltliteratur hat an der Kantonsschule Baden Tradition. Goethe und Büchner, Aristophanes und Cervantes, Oscar Wilde und Arthur Miller, so lauten nur einige der grossen Namen, deren Werke in den letzten Jahren in der Kanti-Baden gezeigt wurden.

Diesen März ist nun Shakespeare wieder an der Reihe. Seit einem halben Jahr proben 23 junge Schauspieler die wohl berühmteste aller Liebestragödien «Romeo und Julia». Neben dem Eros kommt die Politik in der Geschichte nicht zu kurz.

Unversöhnlich stehen sich die Familien Capulet und Montague in ihrem brutalen Streben nach Macht und Einfluss in Verona gegenüber. Wegen ihrer sich liebenden Kinder müssen die Familien am Schluss einen hohen Preis bezahlen.

Am Ende ist die Bühne mit Leichen übersät. Die Überlebenden erwartet ein grauer und hoffnungsloser Morgen. Das Stück kommt ausserdem mit einer unvergleichlich kraftvollen Sprache daher.

Die Schüler wollen die Zuschauer in mehreren Szenen von ihrem Können überzeugen. Sie küssen und fechten, lieben und hassen, vergiften und erstechen sich mit viel Engagement.

Musikalisch kommentiert wird die Geschichte von einem zu diesem Zweck formiertem Ensemble. Kanti-Schüler sorgen für Licht und Ton, betreiben die Abendkasse und offerieren an einer Bar kleine Erfrischungen. (az)

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