Nachgefragt
Kulturfest Freiluft: «Jeder, der will, darf das Festival mitgestalten»

Nach langem Hin und Her startet diesen Samstag das Kulturfestival «Freiluft» auf dem Parkplatz der Galerie Anixis beim alten Bahnhof Oberstadt in Baden. Nadja Schneider, Initiantin des Projekts im Interview.

Daniel Vizentini
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Baden Freiluft
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Herzlicher Empfang.
Nach dem Aufbau.
Die Badener Tuchakrobatin Nadja Schneider (35) hat das Kulturprojekt «Freiluft» initiiert. Sie führt das Atelier «Tanz der Lüfte» in Baden.

Baden Freiluft

Daniel Vizentini

Bis Ende September werden am Kulturfestival «Freiluft» samstags und sonntags unter freiem Himmel familienfreundliche Kulturanlässe und Workshops stattfinden. Ursprünglich wollten die Organisatoren auf die Wiese am Felsenweg im Meierhof-Quartier. Nach Einsprachen mussten sie einen anderen Ort suchen.

Frau Schneider, sind Sie enttäuscht, dass das «Freiluft» nicht im Meierhof stattfinden kann?

Nadja Schneider: Ich war anfangs sehr enttäuscht. Jetzt bin ich aber dankbar, denn der neue Ort ist sensationell.

Statt im Quartier sind sie jetzt im Zentrum. Was wird anders?

Freitags wird es keine Anlässe geben. Dafür werden wir neu Urban Gardering anbieten. Das Kulturprogramm bleibt gleich, wir werden nicht mehr Lärm machen, nur weil wir im Zentrum sind. Samstags ist um 22 Uhr Schluss, sonntags um 20 Uhr.

Das Kulturprogramm ist klar auf Familien ausgerichtet . . .

Das ist so. Nachdem ich vor vier Jahren Mutter wurde, merkte ich, dass es in Baden keine Freiluftbeizen oder kulturelle Anlässe gibt, an die man gut mit Kinder hingehen kann. Bei uns sind die Kinder deshalb voll im Programm integriert.

Es werden Workshops angeboten mit Namen wie «Kunst aus Abfall», «Wildes Kochen» oder «Lachyoga». Worum geht es bei diesen?

Bei «Kunst aus Abfall» basteln Kinder aus etwa alten Verpackungen kleine Kunstwerke. Bei «Wildes Kochen» wird draussen über einer Feuerschale gekocht, mit gesunden, frischen Zutaten aus der Region. Lachyoga kenne ich noch nicht, aber da muss wohl viel gelacht werden.

Was ist Ihr persönliches Highlight?

Das Auftaktkonzert der Folk-Band Red Shamrock. Sonst sind alle Anlässe super.

Was erwarten sie von diesem ersten «Freiluft»-Festival?

Ich wünsche mir, dass ein schöner Generationentreffpunkt entsteht, in dem Jung und Alt einander kennenlernen und gemeinsam Dinge auf die Beine stellen. Jeder, der will, darf und soll das Festival mitgestalten. Das ist unsere Philosophie.

Gemäss Programm wird das «Freiluft» ein Begegnungsort für «0- bis 109-Jährige». Was machen Sie, wenn eine 112-Jährige auftaucht?

Das wäre ja sensationell! Wir würden sie dann von A bis Z verwöhnen.

Kulturfestival «Freiluft», Generationentreff mit Kulturanlässen und Workshops für Jung und Alt, jeweils Sa und So auf dem Parkplatz der Galerie Anixis. Eröffnung diesen Samstag, 9. Mai, ab 15 Uhr.

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