Dass vor rund einem Jahr nach langem Hin und Her die Fördergelder für das  Nordportal gestrichen wurden, hat viele Kulturschaffenden in Baden schockiert. Um die Kultur vor weiteren Sparmassnahmen zu schützen, haben sich entsprechende Kreise in der Lobby-Organisation «kulturaktiv» zusammengeschlossen. 

Damals habe die Politik «im Affekt» gehandelt, wird Saxofonlehrer und Konzertorganisator Mario Schenker im Regionaljournal zitiert. Als erste Massnahme möchte man zeigen, dass die Kultur auch ein Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung ist. So wurden 43 von der Stadt Baden unterstützte Institutionen angeschrieben, mit der Bitte, die Zahlen über die letzten Saisonabschlüsse im Zeitraum von Juni 2017 bis Juni 2018 zur Verfügung zu stellen. 17 hätten sich die Zeit genommen, diese Zahlen zu erfassen, heisst es auf der Website: «Die 17 Institutionen schöpfen gut 3,2 Millionen Franken aus eigener wirtschaftlicher Leistung. Die Erträge werden generiert durch Eintritte, Führungen, Workshops, Shop-Verkäufe, Vermietungen, gastronomische Dienstleistungen, Firmenanlässe und anderes.»

Auch Gewerbe profitiert

Hinzu kommt, dass diese Veranstalter knapp 200'000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen können. Dies generiert einen ‹Spillover-Effekt›: Laut einer Studie der Julius Bär Stiftung geben Besucher durchschnittlich 60 Franken aus – also rund 12 Mio. Franken, die der Wirtschaft zu Gute kommen. Zusätzlich profitiert das lokale Gewerbe auch direkt von den Veranstaltungen, schreibt «kulturaktiv» weiter. Rund 450'000 Franken würden in Form von Aufträgen an das regionale Gewerbe fliessen.