Baden
Künstlerische Leiterin Barbara Riecke verlässt das Kurtheater

Die Künstlerische Leiterin des Kurtheaters Baden zieht es in ihre Heimat Hamburg zurück. Damit verliert die Schweizer Theaterwelt eine langjährige Mitarbeiterin. Riecke war seit 2007 beim Kurtheater in der künstlerischen Leitung

Roman Huber
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Barbara Riecke (50), Künstlerische Leiterin des Kurtheaters Baden

Barbara Riecke (50), Künstlerische Leiterin des Kurtheaters Baden

ZVG

Mit der Ungewissheit um den Baubeginn für den Um- und Erweiterungsbau des Kurtheaters wurde in den vergangenen Monaten auch die Ungewissheit um die künstlerische Führung immer lauter. Nun hat Barbara Riecke, während neun Jahren erfolgreiche künstlerische Leiterin am Kurtheater Baden, ihre Demission auf Ende Spielzeit 2015/2016 eingereicht.

«Mehrere Gründe miteinander»

«Es ist die Mischung verschiedener Gründe», die sie zum Weggang aus Baden bewogen hätte, erklärt Barbara Riecke. «Da ist einmal das Heimweh», sagt sie. Konkret: In Barbara Rieckes Heimatstadt Hamburg läuft ein Projekt, das sie übernehmen möchte.

Hinzu komme die unglückliche Situation beim Kurtheater, weil noch nicht feststeht, wann die durch eine Baubeschwerde blockierten Um- und Ausbauarbeiten begonnen werden können.

Dadurch sehe sie sich in ihrer Arbeit im Moment blockiert, weil das Theaterhaus durch diese Umstände künstlerisch nicht weiterentwickelt werden könne. «Der Stiftungsrat hat nun genügend Zeit, die Stelle auf die Zeit nach dem Umbau zu besetzen», sagt Riecke.

Barbara Riecke hat nach zehn Jahren Wirkenszeit in der Schweizer Theaterwelt im September 2007 die künstlerische Leitung des Kurtheaters übernommen. Zusammen mit dem Stiftungsrat hat sie die Professionalisierung des Theaters vorangetrieben.

Die Geschäftsleitung zusammen mit Lara Albanesi als kaufmännische Leiterin und Louis Burgener als technischer Leiter hat das Theater in eine erfolgreiche Zeit geführt. Ihre gute Vernetzung Rieckes im deutschsprachigen Theaterraum gepaart mit ihrem Anspruch an Qualität brachten Baden ein zeitgemässes und zeitgenössisches Programm.

«Der Stiftungsrat bedauert den Weggang und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute», erklärt der Stiftungsrat zum Entscheid von Riecke. Sie wird bei der Programmgestaltung 2016/17 mitwirken. Als Interimsleiter wurde Stiftungsrat Armin Kreber gewonnen, der als Dramaturg an verschiedenen Theatern in Europa tätig ist.