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Bachelor-Finalistin Lidja aus Baden kämpft um die letzte Rose – jetzt erzählt sie von Geläster, Druck und Schönheitsoperationen

Sie hätte nicht gedacht, dass sie so weit kommt, und doch steht sie jetzt im Finale: Wird nach der letzte Nacht der Rosen Bachelor Erkans Herz Lidja gehören?

Jeanine Kemper
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Die Highlights der Sendung mit Lidja

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Bei der ersten Begegnung zieht Lidja Kesenci aus ihrem Kleid einen blauen BH, den sie dem Bachelor Erkan übergibt. Mit einem frechen Lächeln meint sie: «Dass du mich auch nicht vergisst.» Wie es aussieht, konnte er dies nicht, denn jetzt steht die 29–Jährige im Finale. Die letzte Nacht der Rosen strahlt der TV–Sender 3+ am Montagabend aus.

Lidja hat es erst vor wenigen Jahren nach Baden verschlagen. In den ersten Lebensjahren wohnte sie in St. Gallen und später in der Nähe von Chur. Mit 24 Jahren zog sie nach Zürich. Ein Jahr später landete sie in Baden, wo es ihr bis heute sehr gefällt und sie als Bürokauffrau arbeitet. «Nach der Arbeit gehe ich ins Fitness, koche etwas zuhause und mache es mir danach entweder vor dem Fernseh gemütlich oder gehe mit meinen Mädels etwas trinken.» Am Wochenende ist sie meistens in Zürich im Ausgang unterwegs.

Gleich von Beginn an hätte die Chemie gestimmt

Von Anfang an habe es zwischen Lidja und dem Bachelor Erkan Akyol geknistert. «Man kennt das doch, wenn man das erste Mal jemanden in die Augen schaut und diese Wärme spürt. Man sich denkt: Da ist etwas Interessantes, das will ich und das werde ich auch nicht bereuen.»

Und als sie dann an der vorletzten Nacht der Rosen eine bekam, freute sie sich um so mehr. «Alle vier Kandidatinnen waren Favoritinnen. Dass ich eine der Rosen bekam, war mega. Ich war unglaublich erleichtert.»

Je weiter Lidja in der Sendung kam, desto grösser wurde die Angst, plötzlich nach Hause geschickt zu werden. «Jede Nacht hat man mehr Angst, dass es vorbei ist und mit der Zeit wird der Druck immer grösser», sagt sie.

Die anderen Kandidatinnen sahen Lidja als eine Favoritin

Die anderen Frauen seien sich einig gewesen, dass sie es bis ins Finale schafft, erzählt Lidja. «Sie haben gesagt, ich sei fix im Finale, aber ich war mir da unsicher, es kann immer etwas dazwischenkommen.» Sie habe immer versucht, alle ihre Facetten zu zeigen. «Ich wollte Erkan immer wieder etwas Neues zu entdecken geben.»

Wie es aussieht, hat Lidja mit genau dieser Strategie Erkan auch um den Finger wickeln können. «Da habe ich mir gedacht: Krass, jetzt bin ich einfach im Finale. Ich musste meinen Chef anrufen und ihm mitteilen, dass wir ein Problem haben, denn der Bachelor hat mich gern», sagt Lidja lachend.

Der Bachelor und Lidja an ihrem Dreamdate.

Der Bachelor und Lidja an ihrem Dreamdate.

Bild: zvg

Es herrschte nicht nur Sonnenschein in der Villa

Mit ihrer lockeren und offenen Art stand Lidja von Anfang an im Rampenlicht. Das kam nicht bei allen Kandidatinnen gut an. Vor allem eine ihrer Nebenbuhlerinnen, Fabienne, hätte hinter ihrem Rücken immer gegen sie gestichelt und über sie gelästert. «Ich habe mich dann einfach weggedreht und bin ihr aus dem Weg. Ich hatte keine Nerven für ihre ganzen privaten Dramen.» Diese Situation war schwierig für Lidja. Sie sagt:

«Es war mir unangenehm mit jemanden unter einem Dach zu leben, der schlecht über einen redet.»

Für Lydia gab es beim Bachelor noch weitere Herausforderungen. «Es ist schon komisch, bei allem konnte ich mich an die Kameras gewöhnen, aber bei den intimen Momenten, also auf den Dates, konnte ich sie nicht immer ganz vergessen. Auch hatten wir dadurch eigentlich nie ganz alleine Zeit miteinander.»

In der Öffentlichkeit zu stehen, sei aber schlussendlich nichts Schlimmes, sagt Lidja. Man müsse dazu stehen können und es sich vorher gut überlegen, ob man das überhaupt könne. «Mir gefällt vor allem die Reichweite: Ich kann viel mehr Menschen erreichen als vorher», sagt Lidja, die auf den Sozialen Medien über ihre eigenen Schönheitseingriffe, aber auch über das Thema allgemein postet. Sie hat gerade erst eine Brustvergrösserung hinter sich.

Was sie denn dazu verleitet hat, an dieser Sendung teilzunehmen? «Dieses Format hat mich schon immer gereizt», sagt Lidja. Wie sie auch in der Sendung erzählt, hat sie schon mehrere Beziehungen hinter sich, die sie gelehrt hätten, Gefühle zurück zu stecken, abzublocken und vor allem keine Eifersucht zuzulassen. «Wenn ich diese Sendung schon interessant finde, dachte ich mir, wäre das doch die perfekte Herausforderung, um diese Gefühle wieder herauszuholen und neu zu lernen.»

Und wie die Gefühle wieder zurückkamen: In dieser Zeit hätte sie oft in sich selbst hineinhorchen müssen. «Es war mal etwas anderes und hat sehr viel zu meiner Selbstreflexion beigetragen.»