Baden

Kurtheater: Eröffnung spätestens im Jahr 2020

So könnte sich das Kurtheater in Baden dereinst präsentieren. Davor wird der Theaterbetrieb wegen des Um- und Ausbaus während mindestens eines Jahres aussetzen. (Archivbild)

So könnte sich das Kurtheater in Baden dereinst präsentieren. Davor wird der Theaterbetrieb wegen des Um- und Ausbaus während mindestens eines Jahres aussetzen. (Archivbild)

Der Beschwerdeführer unterliegt vor dem Verwaltungsgericht. Das Projekt darf ohne Anpassungen umgesetzt werden. Wann genau mit dem Bau begonnen wird, steht noch nicht fest. Spätestens im Jahr 2020 soll aber die Eröffnung stattfinden.

Die Erleichterung über das Urteil des Aargauer Verwaltungsgerichts ist Antonia Stutz, Präsidentin der Theaterstiftung Baden Wettingen, anzuhören. «Mit dem Urteil kommen wir unserem Ziel, das Kurtheater aus- und umzubauen, einen grossen Schritt näher.» Stutz freut sich vor allem darüber, «dass wir dem Verwaltungsgerichtsgericht die betriebliche Notwendigkeit des Um- und Erweiterungsbaus des Kurtheaters aufzeigen konnten».

Und: «Es ist sehr erfreulich, dass das Bauprojekt gemäss Urteil keinerlei Anpassungsbedarf hat und wir es – so wie es vorliegt – umsetzen können», sagt Stutz. Jetzt bleibe abzuwarten, ob der Beschwerdeführer das Urteil vor Bundesgericht zieht. Anwältin Stutz gibt aber zu bedenken: «Da der Entscheid einzig auf kommunales und kantonales Recht abstellt, wird sich eine allfällige Prüfung des Bundesgerichts darauf beschränken, ob das Verwaltungsgerichts dieses Recht willkürlich angewendet hat oder nicht.» Nach ihrer Einschätzung sei dies nicht der Fall, weshalb sie «ein gutes Gefühl» habe.

Beeinträchtigung anerkannt

Vor Verwaltungsgericht umstritten war hauptsächlich die Höhe des Erweiterungsbaus. Laut einer Mitteilung der Theaterstiftung – dem «Badener Tagblatt» lag das Verwaltungsgerichtsurteil bis Redaktionsschluss noch nicht vor – habe das Verwaltungsgericht eine Interessensabwägung zwischen den öffentlichen Interessen am Erweiterungsbau und den privaten Interessen des Anwohners vorgenommen. «Im Resultat gewichtet es die öffentlichen Interessen höher», heisst es. Und: «Als dringend notwendig werden neben der Gesamtrenovierung namentlich der Anbau einer Hinterbühne mit der gleichen Höhe wie die Hauptbühne, die Flächenvergrösserung des «Bölsterli»-Foyers für den Aufenthalt der Theaterbesucher und die Schaffung zusätzlicher Lagerräume gesehen.»

Das Verwaltungsgericht anerkenne zwar, dass der Erweiterungsbau für die Liegenschaft des Beschwerdeführers eine klare Verschlechterung bringe, weil es stärker beschattet werde. Aber: «Die Beschattungsproblematik würde auch bei einer Beschränkung des Anbaus auf den Sockelbau der Hinterbühne nicht entschärft», heisst es in der Medienmitteilung der Theaterstiftung. Weiter werde zwar der Ausblick der Liegenschaft des Beschwerdeführers durch den Erweiterungsbau spürbar beeinträchtigt. Doch: «Das erweiterte Theatergebäude trete in seiner Umgebung nicht als Fremdkörper auf», wird das Verwaltungsgericht zitiert.

Noch bis zum 25. Mai kann das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen werden. Beschwerdeführer Lieni Fueter weiss noch nicht, ob es so weit kommen wird. «Ich werde das Urteil erst in aller Ruhe lesen und mit meinen Anwalt besprechen, dann schauen wir, wie es weiter geht.» Ins gleiche Horn bläst sein Anwalt: «Ich werde das Urteil in Ruhe studieren und dann zusammen mit meinem Mandat das weitere Vorgehen diskutieren.»

Wann genau mit dem Bau begonnen wird, steht noch nicht fest. Sicher aber nicht vor Sommer 2017, selbst wenn das Urteil nicht vor Bundesgericht angefochten wird. Der Ausbau dauert 18 Monate; dazu kommen noch rund drei Monate für archäologische Grabungen. Antonia Stutz: «Wir hoffen, unserem Publikum im Verlauf des 2019, spätestens aber Anfang 2020, das neue Kurtheater präsentieren zu können.»

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