Für das Kurtheater Baden war die Saison 2017/2018 eine besondere: Sie war nicht nur die letzte, die auf der Bühne des alten, 1952 eröffneten Kurtheaters stattfand, sondern auch deutlich kürzer. Statt bis Ende Juni lief das Programm nur bis Ende März. Dies, weil im Frühjahr mit den grossen Umbau- und Erweiterungsarbeiten gestartet wurde. Obwohl die Spielzeit drei Monate weniger lang dauerte, blickt das Kurtheater auf eine gelungene Saison zurück, wie im soeben publizierten Jahresbericht geschrieben ist.

«Nach dem Weggang von Programmleiterin Barbara Riecke war es unser Ziel, bis zur temporären Schliessung ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen», sagt Gesamtleiterin Lara Albanesi. Mit Ad-interim-Leiter Armin Kerber und dem Motto «Special Guests» sei das sehr gut gelungen. «Das Kurtheater war in der vergangenen Saison regelmässig weit über die Kantonsgrenze hinaus in den Medien präsent. Das freut uns sehr.» Dazu habe auch die Aufführungsserie «Griechischer Herbst» und «Orientalischer Frühling» beigetragen.

Viel Arbeit in der vergangenen Saison

«Die letzte Saison gab viel zu tun. Zum einen, weil die Spielzeit dichter war. Zum anderen, weil wir uns auf den Umzug und Umbau vorbereiten mussten», sagt Albanesi. Nichtsdestotrotz habe das Kurtheater die Herausforderungen meistern können: «In Anbetracht dessen, dass uns gegenüber dem Vorjahr drei Monate fehlen, stimmen die Zahlen. Wir sind absolut zufrieden.» So besuchten insgesamt 38 840 Gäste das Kurtheater (Vorjahr: 42'016). Was die Finanzen betrifft, schliesst die Rechnung der Theatersaison 2017/2018 mit einem Plus von rund 11'100 Franken ab (Vorjahr: 45 200 Franken).

«Das Kurtheater ist finanziell gut aufgestellt. Auch wenn diese und nächste Saison wichtige Einnahmen aus der Vermietung von Gastspielen ausbleiben, werden wir dank einem gesunden Haushalt und den Subventionen die Übergangszeit bis zur Eröffnung stemmen können», sagt Albanesi.

«Kurtheater ausser Haus» kommt bislang gut an

Bis zur Neueröffnung im Frühjahr/Sommer 2020 wird der Spielbetrieb unter dem Slogan «Kurtheater ausser Haus» weitergeführt: Die Produktionen finden an verschiedenen Standorten in der Stadt Baden statt, unter anderem im ThiK, im Museum Langmatt, in der Reformierten Kirche Baden oder im Nordportal. «Wir sind sehr gut in die neue Saison gestartet», sagt Albanesi. Die Rückmeldungen seien positiv, die Besucher neugierig, wie es an den Partner-Orten ist. «Durch die verschiedenen Kooperationen rücken die verschiedenen Institutionen näher. Das bringt alle weiter.» Ziel sei, dass man den Kontakt auch nach der Neueröffnung beibehält. «Wer weiss, vielleicht entstehen