Baden
Kurtheater: Es ist noch so einiges offen

Mit den Sofortmassnahmen erhält das Kurtheater als Vorinvestition der Erweiterung eine neue Bühnenlichtanlage. Der Streit ums Sachs-Foyer hat die Planung massiv verzögert.

Roman Huber
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Nicht ganz unzutreffend hat das Plakettensujet der Badener Fasnacht mit dem Thema «Duurtheater – Truurtheater» den Prozess um die geplante Erweiterung des Kurtheaters auf die Schippe genommen. Doch jetzt geht es primär darum, dass der Theater-betrieb vorerst weitergehen kann.

Vorgezogene Massnahmen nötig

Weil sich der Umbau und die Erweiterung des Kurtheaters verzögern, muss gehandelt werden. Die 30-jährige Bühnenbeleuchtung hat ihre maximale Lebensdauer erreicht. Weder ein fehlerfreier Betrieb noch die Arbeitssicherheit könne mehr garantiert werden, macht die Theaterstiftung klar. Die Notmassnahme sei eine vorgezogene Investition für den Gesamtumbau, sagt Stadtammann Stephan Attiger, und darum «nicht à fonds perdu». Laut Adrian Humbel, externem Projektleiter Projekt Kurtheater, würden damit keinerlei raumwirksame oder die schutzwürdige Substanz verändernden Eingriffe erfolgen, weil sich die Massnahmen auf die technischen Installationen beschränken würden.

Für die Sofortmassnahmen soll der Einwohnerrat einen Bruttokredit von 970000 Franken sprechen. Die Theaterstiftung hat bei der Abteilung Kultur des Kantons eine Kostengutsprache über 485000 Franken beantragt. Inzwischen hat man in Aarau die Finanzierung über den Swisslos-Fonds in Aussicht gestellt. Die einzelnen Massnahmen sind von einem renommierten Theaterplaner geprüft und als notwendig erachtet worden.

Es soll endlich vorwärtsgehen

Die Planung und die Realisierung würden sofort an die Hand genommen, sagt Stephan Attiger. Bis zur Saisoneröffnung im Herbst 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bis Frühling 2011 soll sich auch der Nebel über dem Erweiterungsprojekt langsam verziehen. Bis dann sollen die Studien darüber vorliegen, ob sich das Projekt «équilibre» den denkmalschützerischen Vorgaben anpassen lässt; das heisst, ob das ausgewählte Projekt des Zürcher Architektenpaares Elisabeth und Martin Boesch auch ohne Ummantelung des Sachs-Foyers realisierbar ist.

Die Bestandesanalyse für die Sanierung des Sachs-Foyers liegt unterdessen vor. Aus dieser Sicht soll es möglich sein, das Foyer statisch und energetisch den neuen Anforderungen anzupassen, ohne dass der Denkmalschutz verletzt würde.

Bis Mitte 2011 soll auch abklärt sein, wie sich das Foyer anders erweitern liesse und wie dann die Kosten aussehen würden. Der Stadtrat ist zuversichtlich, dass – sofern keine Hindernisse auftauchen – im Spätherbst dem Einwohnerrat ein Kredit vorgelegt werden könnte. Der Baubeginn sei gemäss heutigem Kenntnisstand auf Spätherbst 2013 vorgesehen.

Einwohnerrat Baden Sitzung am 29. und 30. März, 19 Uhr, Aula Pfaffechappe.

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