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Freienwil bleibt eine «Kinderfreundliche Gemeinde» – im Aargau gibt es nur sieben solche

Der aktuelle Aktionsplan von Freienwil sieht mehrere Massnahmen vor, um die Kinderfreundlichkeit der Gemeinde zu stärken.

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Labelübergabe inmitten der Kinder: Urs Rey (Gemeinderat), Werner Augsburger (Unicef-Botschafter), Robert Müller (Gemeindeammann) und Mona Meienberg (Unicef).

Labelübergabe inmitten der Kinder: Urs Rey (Gemeinderat), Werner Augsburger (Unicef-Botschafter), Robert Müller (Gemeindeammann) und Mona Meienberg (Unicef).

zvg

Am Samstagnachmittag fand auf dem Schulhausplatz ein kleines Fest statt. Der Grund: die Re-Zertifizierung der Gemeinde als «Kinderfreundliche Gemeinde», wie Unicef mitteilt.

Der Unicef-Delegierte Werner Augsburger beglückwünschte in seiner Rede die Gemeinde zu ihren Fortschritten seit der ersten Vergabe des Labels vor vier Jahren und fügte an:

«Eine Re-Zertifizierung mit dem Label ‹Kinderfreundliche Gemeinde› ist wie im Sport die Bestätigung einer erbrachten Leistung, die dann zur Olympiaselektion führt und nicht einfach so von selbst kommt.»

Urs Rey, Gemeinderat und Leiter der Unicef-Kommission Freienwil, sagte: «Trotz personeller Umbrüche haben wir in den letzten vier Jahren substanzielle Fortschritte auf dem Weg zur Kinderfreundlichkeit gemacht.»

Umgesetzte Massnahmen

Die Kinderfreundlichkeit ist im kommunalen Leitbild explizit erwähnt, wodurch sich diese innerhalb der Gemeinde auch in den kommenden Jahren noch weiter etablieren und systematisieren soll. Auch hinsichtlich der Partizipation von Kindern und Jugendlichen wurden geplante Massnahmen umgesetzt, so etwa die Einführung von Klassenräten.

Eine Umfrage der Gemeinde bei Eltern, Kindern und Jugendlichen ergab mitunter, dass sich letztere gern aktiv in der Gemeinde einbringen und den Jugendtreff sehr schätzen. Dieser steht Jugendlichen ab der 5. Klasse zur Verfügung und wird rege genutzt. Ausserdem gibt es einen Elternrat und ab dem neuen Schuljahr die Schulsozialarbeit als Anlaufstelle für Fragen rund um den Schulalltag.

Die Tagesstrukturen wurden stark ausgebaut, und schliesslich ist der Veloparcours auf dem Dorfplatz der erste dieser Art im Kanton Aargau. Nicht zuletzt durch die Förderung der friedlichen Koexistenz von Fussgängern und Velofahrenden könnte er Vorbild für andere Gemeinden sein.

Unicef-Botschafter Werner Augsburger bei seiner Ansprache, im Vordergrund die Kinder des Trommelworkshops von Willi Hauenstein, die die Übergabe umrahmten.

Unicef-Botschafter Werner Augsburger bei seiner Ansprache, im Vordergrund die Kinder des Trommelworkshops von Willi Hauenstein, die die Übergabe umrahmten.

zvg


Anstehende Projekte

Der aktuelle Aktionsplan sieht weitere Massnahmen für die kommenden vier Jahre vor: Die bisherige Unicef-Kommission soll neu als Kinder- und Jugendkommission erweiterte, vom Prozess-Label unabhängige Aufgaben wahrnehmen. Als Schnittstelle zum Gemeinderat soll diese Kommission der Bevölkerung als Anlaufstelle für Kinder- und Familienthemen fungieren sowie die Zusammenarbeit mit Verwaltungsstellen und Kommissionen erleichtern.

Ausserdem möchte die Gemeinde Kinder und Jugendliche durch Projekte und Anlässe vermehrt in die Gemeindepolitik einbinden und ihre Partizipation stärken. In der Raumentwicklung sind Projekte in Planung, etwa die Gestaltung eines Wassererlebnisraums am Rickenbach. Geplant ist weiter ein neuerer grösserer Spielplatz. Weitere Treffpunkte sollen entstehen. (az)

«Kinderfreundliche Gemeinde»

Sechs Aargauer Gemeinden haben das Label

Die Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» (KFG) wird von mehreren Kantonen finanziell unterstützt, auch vom Kanton Aargau. Bisher wurden 48 Schweizer und Liechtensteiner Gemeinden mit dem KFG-Label zertifiziert. Im Kanton Aargau besitzen mittlerweile 6 der 210 Gemeinden das Label. Das sind Aarau, Baden, Freienwil, Magden, Möriken-Wildegg, Rekingen und Wettingen. 

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