Baden
Laden-Rochaden im Zentrum: Optiker nehmen Stadt ins Visier

Nach der Laden-Kündigungswelle anfangs Jahr gibt es neu gibt es acht Brillengeschäfte in der Stadt.

Pirmin Kramer
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Wer eine Brille sucht, wird in Baden sicher fündig: Gleich acht verschiedene Geschäfte gibt es jetzt.

Wer eine Brille sucht, wird in Baden sicher fündig: Gleich acht verschiedene Geschäfte gibt es jetzt.

Keystone

Anfang Jahr haben gleich mehrere Läden ihre Schliessung beziehungsweise ihren Wegzug aus der Innenstadt bekannt gegeben. Wer sind die neuen Mieter in den frei gewordenen Ladenlokalen? Oder anders gefragt: Wer kann sich die Innenstadt mit ihren stolzen Mietpreisen noch leisten?

An der Badstrasse machte Ende Juli das Schuhgeschäft Bata den Laden dicht. Der Nachfolger steht fest: Die Augenoptikkette «McOptic» richtet derzeit eine neue Filiale ein. Die Neueröffnung findet am 15. September statt, verrät eine Mitarbeiterin vor Ort gegenüber der az. Der Einzug von «McOptic» in Baden ist Wasser auf die Mühlen aller Kritiker, die finden, der Ladenmix in Baden stimme nicht mehr. Denn neu wird es in der Innenstadt innerhalb eines Radius von 250 Metern nicht weniger als acht Optikergeschäfte geben: Neben den alteingesessenen «Augenoptik Kuhn», «Fueter & Halder», «Kovats Optik AG» und «Kovats zum scharfen Aug» verkaufen auch «Hören+Sehen Kessler», «Visilab» und «Fielmann» Brillen und Kontaktlinsen in Baden – und neu also auch «McOptic».

Keine einfache Situation für die Badener Familienbetriebe. Gabor Kovats, Geschäftsführer und Inhaber von Kovats Optik AG: «Wir versuchen uns von den Ketten abzuheben durch Persönlichkeit, Qualität und Service. Für einen Sehtest beispielsweise nehmen wir uns mehr Zeit, verlangen aber natürlich auch einen etwas höheren Preis. Ein weiterer Vorteil von uns gegenüber Ketten-Filialen: Sobald jemand eine spezielle Nase, Augen oder Wünsche hat, die aus der Norm fallen, können wir viel individueller darauf eingehen.» Der wachsenden Konkurrenz in Baden stehe er mit gemischten Gefühlen gegenüber, sagt Kovats: «Sie machen uns einerseits das Leben schwer. Andererseits muss man fairerweise sagen, dass sie wesentlich dazu beigetragen haben in den vergangenen Jahren, dass Brillentragen wieder populärer geworden ist. Davon profitieren auch wir.»

Spielwaren bald im Linde-Hochhaus

Neuigkeiten gibt es auch zur Zukunft des lokalen Spielwarengeschäfts Miracoolix: Seit Frühling steht fest, dass es nach sieben Jahren seinen Standort am Theaterplatz 12 aufgeben wird, neu einziehen wird dort das Blumengeschäft «badenblüht». Miracoolix-Geschäftsführer Markus Hadorn erklärt die Gründe für den Wegzug so: Der Theaterplatz sei zwar ein exklusiver Ort, für den aber entsprechend hohe Mietpreise verlangt würden. Aufgrund des starken Frankens, der Baustellensituation beim Schulhausplatz und Online-Mitbewerbern bleibe nicht anderes übrig, als die Innenstadt zu verlassen. «Doch für uns war immer klar; wir machen auf jeden Fall weiter, wenn irgendwie möglich in Baden», sagt Hadorn. Schneller als erwartet sei er nun fündig geworden: Der neue Standort wird sich an der Mellingerstrasse 22 befinden, im Hochhaus Linde. «Unser neuer Standort ist wie geschaffen für uns. Grosszügige Schaufenster, an gut frequentierter Lage, in der Nähe von Schulen und Bushaltestellen, mit eigenen Kundenparkplätzen vor dem Haus.» Der einzige Haken: Das Ladenlokal stehe erst im April 2017 zur Verfügung.» Im Moment laufen noch Abklärungen betreffend des Übergangsstandortes von Oktober 2016 bis April 2017. Es gebe zwei mögliche Standorte in Baden oder Fislisbach.

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