Ehrendingen
«Lägere Arena» kostet 5,2 Millionen und 3 Steuerprozente

Erhält die Region Baden nach der Anfang Jahr eröffneten Go-Easy-Arena in Siggenthal-Station bald eine weitere Ballsporthalle? Bevor es soweit ist, steht die «Lägere Arena» vor der nächster Hürde: Der Steuerfuss der Gemeinde müsste erhöht werden.

Pirmin Kramer
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Visualisierung der geplanten Sporthalle. zvg

Visualisierung der geplanten Sporthalle. zvg

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Erhält die Region Baden nach der Anfang Jahr eröffneten Go-Easy-Arena in Siggenthal-Station bald eine weitere Ballsporthalle? Peter Steimer, Präsident des Handballclubs Ehrendingen, will den Traum von der Lägere Arena bis Ende 2017 realisieren. Dafür brauchen er und die Initianten allerdings die Unterstützung der Einwohnergemeinde. An der Gemeindeversammlung am 20. Juni steht die nächste Hürde bevor, wenn über den Projektierungskredit von 80 000 Franken abgestimmt wird. Die Initianten planen eine Dreifachhalle mit 360 Sitzplätzen; die Grösse würde theoretisch internationale Wettkampfspiele beispielsweise im Handball und Unihoeckey ermöglichen.

Im Gegensatz zur GoEasy-Arena soll die Lägere-Arena jedoch vor allem Breitensportlern, Jugendlichen und Kindern zu Gute kommen. Als Standort ist das Areal Grosswiesen beim regionalen Verkehrsknotenpunkt Tiefenwaag vorgesehen. Gemäss vorliegenden Belegungsplänen werden 80 Prozent der abendlichen Hallenzeit durch die Ehrendinger Sportvereine belegt, 20 Prozent sind für regionale Vereine reserviert. Interesse an der Hallenmiete hätten darum bereits auch Sportvereine aus dem Aargauer Surbtal angemeldet, weitere Vereine aus Baden und aus dem zürcherischen Wehntal seien bereits angefragt worden, erklärt Peter Steimer.

Im Vorfeld der Abstimmung ist nun insbesondere die Frage der Finanzierung geklärt worden. 5,2 Millionen Franken würde die Erstellung der Lägere Arena maximal kosten. Die reinen Baukosten werden auf 3 Millionen Franken zu stehen kommen, hinzu kämen aber noch Ausgaben unter anderem für Landerwerb und Erschliessung. Da die Halle der Sportförderung dient und nicht von der Schule benötigt wird, erhoffen sich die Initianten Unterstützung durch den Swisslos Sportfonds. Gemäss ersten Gesprächen könnte sich der Fonds mit maximal einer halben Million Franken an der Halle beteiligen. Die drei Ehrendinger Sportvereine – Handballclub, Unihockey-Club Bulldogs und der Turnverein – hoffen, mittels Crowdfunding und Spenden 200 000 Franken beisteuern zu können. Die Vereine wären ausserdem bereit, jährlich einen Beitrag zwischen 25 000 und 50 000 Franken für Betriebs- und Unterhaltskosten zu beschaffen. Der finanzielle Hauptanteil würde von der Einwohnergemeinde getragen, wobei die gesamten jährlichen Kosten bei maximal 300 000 Franken liegen werden. Der Gemeinderat empfiehlt den Stimmbürgern den Projektierungskredit zur Annahme, stellt aber gleichzeitig klar, dass der jährliche Betrieb der Halle einer Steuerfusserhöhung von 3 Prozentpunkten entspricht.

«Schweizweit einzigartig»

Initiant Peter Steimer bezeichnet das Projekt als schweizweit einzigartig. Als Vorbild dienen Hallen in Kanada, die eine hohe Stabilität aufweisen. Die Lägere Arena würde aussen aus Fertigbau-Stahlelementen errichtet; widerstandsfähige Materialien und optimale Energieeffizienz für den gesamten Lebenszyklus ermöglichen eine hohe Wirtschaftlichkeit. Bei der Gestaltung sollen Funktionalität und Zweckmässigkeit im Vordergrund stehen.