Heute ist meteorologischer Frühlingsbeginn, doch das Wetter präsentiert sich alles andere als frühlingshaft. Kälte und starker Schneefall sorgten heute Morgen für blockierte Strassen und lange Wartezeiten für Pendler im Raum Baden. Christian Bernhard, Betriebsdisponent der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW), sagt: «Wir haben auf dem ganzen Liniennetz mit Verspätungen zu kämpfen.»

Angefangen hätten die Verkehrsprobleme frühmorgens beim sogenannten «Hühnersteg» zwischen Rütihof und Dättwil, sagt Bernhard. Auch bei der Neuenhofer Webermühle sei es früh zu Stau gekommen. «Als dann der Berufsverkehr eingesetzt hat, hatte das Auswirkungen auf die Verkehrssituation im gesamten Raum Baden.»

Die RVBW-Busse seien eben meist mit allen anderen Verkehrsteilnehmern unterwegs und damit direkt betroffen. Mit 10 bis 60 Minuten Wartezeit müssten die ÖV-Benutzer zurzeit rechnen. Ärgerlich, aber unvermeidbar, sagt Bernhard, der betont, dass die RVBW alles in Bewegung setzen, die Fahrgäste mittels Durchsagen und via App über die Wartezeiten zu informieren.

Kälte sorgt für rutschiges Terrain

Neben dem üblichen Stau machen den Bussen vor allem die tiefen Temperaturen zu schaffen: «Der neue Schneefall gefriert sofort», sagt Bernhard. Die Folge seien glatte Strassen. So hätte am Morgen die Baldegg von den RVBW-Bussen nicht befahren werden können, weil es zu gefährlich war. Mittlerweile verkehren dort die Busse wieder.

In Kombination mit rutschigem Terrain sorgen vor allem starke Gefälle für blockierte Strassen. Ein AZ-Leser berichtet, dass im Höhtal und in Ennetbaden heute Morgen Autos nur mit Mühe bremsen konnten und mitunter quer auf der Strasse standen. Folglich gebe es Rückstau bis ins Surbtal und ins Wehntal.

Christian Bernhard rechnet damit, dass die Busverspätungen bis am frühen Nachmittag behoben worden sind. Die RVBW-Buschauffeure würden sich der Ausnahmesituation jedenfalls anpassen, schreibt ein weiterer AZ-Leser. So habe ein Busfahrer auf der Strecke zwischen Neuenhof und Baden auch ausserhalb der normalen Haltestellen angehalten und Fussgänger auf dem Weg Richtung Baden mitgenommen.