Alles hat auf eine stille Wahl von Erich Obrist (parteilos) in den Badener Stadtrat hingedeutet. Doch kurz vor Ablauf der Anmeldefrist am Mittwochmittag hat Jean-Pierre Leutwyler seine Kandidatur für den 2. Wahlgang angemeldet.

Leutwyler stellt sich zu 2. Wahlgang der Stadtratswahl in Baden

Der 42-jährige ehemalige GLP-Mitglied tritt als Parteiloser an. «Durch meine liberale, weltoffene, wirtschaftsfreundliche und soziale politische Haltung bin ich die beste Wahl für Baden», schreibt er einer Medienmitteilung.

«Ich bin einiges rechter einzustufen als Herr Obrist»: Jean-Pierre Leutwyler stellt sich im Video-Interview den brennendsten Fragen zu seiner Kandidatur.

«Ich bin einiges rechter einzustufen als Herr Obrist»: Jean-Pierre Leutwyler stellt sich im Video-Interview den brennendsten Fragen zu seiner Kandidatur.

Mit grosser Motivation und gestärkt durch viele Badenerinnen und Badener trete er, so Jean-Pierre Leutwyler weiter, für die Ersatzwahl als Stadtrat vom 22. November an. «Ich werde durch einen grossen Kreis von Personen aus fast allen Parteien und Gruppierungen unterstützt.»

«Ich bin für viele wählbar»

Im Videointerview gegenüber dem «Badener Tagblatt» sagt er weiter, dass Baden «jetzt wieder einen Stadtrat braucht, dem man vertrauen kann. Ich kann meinen Teil dazu beitragen, dieses Vertrauen wieder aufzubauen. Durch meine wirtschaftliche wie auch soziale Haltung bin ich für viele Badenerinnen und Badener wählbar.»

Doch wieso tritt er erst nun, im zweiten Wahlgang, an? Leutwyler: «Ausschlaggebend waren für mich die Rückzüge von FDP-Kandidat Mario Delvecchio und SP-Kandidat Jürg Caflisch nach dem ersten Wahlgang.» Das könne es nicht sein, hätten er und sein persönliches Umfeld sich gesagt. Eigentlich habe er erst 2017 wieder antreten wollen. 

Seine Chancen gegen Erich Obrist, der im ersten Wahlgang ein «sehr gutes Resultat» erzielt habe, schätzt Jean-Pierre Leutwyler auf 50 Prozent. Er hofft darauf, nichtnur Stimmen von SP-Wählern zu erhalten, sondern auch aus dem CVP- und FDP-Lager – und auch von SVP-Wählern. «Ich bin doch einiges rechter einzustufen als Herr Obrist», begründet er dies. 

«Erich Obrist ist der Bekanntere – ich werde eher als Nobody beschrieben»: Mario Delvecchio tritt nicht mehr an.

«Erich Obrist ist der Bekanntere – ich werde eher als Nobody beschrieben»: Mario Delvecchio tritt nicht mehr an.

«Grosse Achtung vor diesem Anruf»: Erich Obrist ist telefonisch von Mario Delvecchio über dessen Verzicht informiert worden.

«Grosse Achtung vor diesem Anruf»: Erich Obrist ist telefonisch von Mario Delvecchio über dessen Verzicht informiert worden.

SP-Kandidat Jürg Caflisch tritt nicht mehr zu Stadtratrats-Ersatzwahlen in Baden an

SP-Kandidat Jürg Caflisch tritt nicht mehr zu Stadtratrats-Ersatzwahlen in Baden an – dies entschied er bereits nach dem 1. Wahlgang am 18. Oktober.