Würenlos

Lauf Consuelo, lauf: Jeder Kilometer ist zwei Franken Wert

Consuelo Senn hat in Chile den Grundstock für den Sportfonds erlaufen. Die Strecke führte ihn direkt durch die Atacama-Wüste. Mit dem Geld soll nun die Sportanlage im Tägerhard realisiert werden.

Die ersten 500 Franken sind beisammen, jetzt können die Würenloser ihren Sportfonds gründen. Den Betrag verdanken sie Consuelo Senn (52), der dafür 250 Kilometer durch die Atacama-Wüste in Chile gelaufen ist. Er sprach an einem Vortrag über das Erlebnis und seine Erfahrungen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer spendeten 500 Franken.

Das erste Projekt für eine Sportanlage im Tägerhard war an den Kosten gescheitert. Die Gemeindeversammlung hatte den Projektierungskredit von 160 000 Franken noch bewilligt, doch in der Referendumsabstimmung hatte die Sportanlage keine Chance mehr. Darauf lancierte der Gemeinderat eine Grundsatzdiskussion über den Sport in der Gemeinde.

An der Gemeindeversammlung im Dezember 2015 präsentierte Gemeinderat Nico Kunz nicht nur ein günstigeres Projekt für die Anlage im Tägerhard, sondern auch die Grundzüge eines Sportkonzeptes. Mit diesem sollen alle Bedürfnisse der Sportvereine untersucht und Entwicklungsvorschläge präsentiert werden. Ob so viel Initiative zeigte sich die Gemeindeversammlung gnädig, genehmigte das Vorhaben und bewilligte 1,26 Millionen Franken dafür.

Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen, denn im Herbst muss der Rasen angesät werden, damit der Anpfiff wie geplant im Frühjahr 2017 stattfinden kann. Die Vereine erwarten nicht nur Unterstützung von der Gemeinde, sie haben auch versprochen 80 000 Franken zu bezahlen. Dazu wollen sie als wichtiges Standbein einen Sportfonds äufnen. Mit dem Grundstock von 500 Franken steht der im März geplanten Gründung nun nichts mehr im Weg.

Quer durch die Wüste

Das Atacama-Crossing, in der nordchilenischen Wüste, ist nur etwas für Extremsportler. Sie müssen in sechs Tagen 250 Kilometer zurücklegen. Die Veranstalter stellen lediglich Schlafzelte und Wasser zur Verfügung, alles wie Kleider, Verpflegung und Notfallapotheke müssen die Läufer im Rucksack mittragen. «Ich liebe solche sportliche Herausforderungen», sagt der Würenloser Consuelo Senn. Deshalb hat er nach einem Lauf in Marokko auch die Strapazen in Südamerika auf sich genommen. An einem Diavortrag im Restaurant Steinhof berichtete Senn davon. Rund 80 Personen waren zum Vortrag gekommen.

Laufen, Jogging und Walking sind auch im Angebot des TV Würenlos (TVW) ein Schwerpunkt. Deshalb organisierten Gaby Loosli, Vorstandsmitglied des TVW und Senn den Abend zusammen. Und hier legten sie den Grundstock für den Sportfonds. «Wir haben eine Spendenschatulle aufgestellt», sagt Senn. Am Schluss des Vortrages waren 500 Franken beisammen. Für Senn geht es aber nicht nur ums Geld: «Ich will damit möglichst viele Leute motivieren, mit eigenen Aktionen zur Äufnung des Sportfonds beizutragen.»

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