Baden
Laut, besinnlich und närrisch fröhlich

Die Kappi Clique spielte beim Fasnachtsgottesdienstin der reformierten Kirche auch leise Töne.

Patrick Hersiczky (Text und foto)
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Fasnachtsgottesdienst Baden
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Kappi Clique Baden spielt in der reformierten Kirche
Kappi Clique vor der refomierten Kirche
Pfarrerin Huppenbauer spricht am Fasnachtsgottesdienst
Die Kappi Clique Baden vor dem Auftritt
Die Kappi Clique auf dem Weg

Fasnachtsgottesdienst Baden

Patrick Hersiczky

In der reformierten Kirche war am Sonntag für einmal statt leise, besinnliche Orgelklänge schrille Guggenmusik zu hören. Jenen, die seit Tagen die fünfte Jahreszeit feiern, ist sofort klar gewesen: Der traditionelle Fasnachtsgottesdienst hat pünktlich und närrisch genau um 12.11 Uhr begonnen.

Für Pfarrerin Christina Huppenbauer war dieser Gottesdienst etwas Besonderes: «Ich habe versucht, einen klassischen Gottesdienst mit lustigen Anekdoten zu verknüpfen.» Pfarrerin Huppenbauer hat es geschafft, die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor zu halten. Das Badener Fasnachtsmotto «Iispruch!!» hat sie mit einer Bibelstelle verknüpft, in welcher Petrus mit Jesus hadert, also auch Einspruch erhebt.

Frei nach dem Fasnachtsmotto, das darlegt, dass jeder etwas einzuwenden hat, hat Huppenbauer in ihrer Predigt erwähnt, dass selbst Petrus für einen kurzen Moment Jesus hinterfragt hat.

Im Gottesdienst gab es für die Besucher und Mitglieder der Kappi Clique nebst «Morning has broken» oder dem traditionellen «Hevenu Shalom Alechem» auch immer wieder laute Guggenmusik. Diese hat aber nicht nur den Kirchgängern gefallen: «Sie können eigentlich jeden Sonntag bei uns spielen», sagt Christina Huppenbauer ob der fasnächtlichen Klänge begeistert.

Für die Pfarrerin, die seit vergangenem Jahr in Baden tätig ist, ist es der erste Fasnachtsgottesdienst gewesen. Ihre närrische Feuerprobe hat sie damit klar bestanden. «Der Fasnachtsgottesdienst in der reformierten Kirche existiert seit fünf Jahren», erklärt die Sigristin Edith Rimann, die auch fasnächtlich verkleidet war und die Kirche dezent närrisch geschmückt hat. Nach dem Gottesdienst gab es für die Mitglieder der Kappi Clique und Besucher noch eine heisse Suppe, bevor es bei kaltem Wind zum Fasnachtsumzug ging.

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