Baden
Lavendel und Wasser: «Einatmen» im Bäderquartier

Bereits im Schaufenster erkennt der Betrachter, dass sich in diesem Atelier jemand mit Wasser beschäftigt. Wie das Wasser ist auch die Künstlerin Claudia Anesini in Bewegung: «Veränderungen muss man annehmen, sie können gut tun».

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Claudia Anesini stellt ihre Bilder im Art Atelier im Bäderquartier aus.

Claudia Anesini stellt ihre Bilder im Art Atelier im Bäderquartier aus.

Leonie Voelkin

Bereits im Schaufenster erkennt der Betrachter, dass sich in diesem Atelier jemand mit Wasser beschäftigt. Wie das Wasser ist auch die Künstlerin Claudia Anesini in Bewegung: «Veränderungen muss man annehmen, sie können gut tun». Mit ihrer neuen Austellung «einatmen» widmet sich die Künstlerin dem Thema Lavendel. «Damit kommen andere Farben und mehr Land ins Spiel», sagt die Künstlerin, die am Freitag zur Vernissage lädt.

Der Künstlerin gefällt es im Bäderquartier. Seit rund vier Jahren hat Claudia Anesini ihre Räumlichkeiten bei der Schiefen Brücke. Auch privat wohnt sie nahe am Wasser, in Meisterschwanden am Hallwilersee. Was sie am Wasser fasziniert: «Es lässt sich nicht aufhalten, ist immer in Bewegung und sucht sich seinen Weg». Die ständige Veränderung, wie Ebbe und Flut, lasse sie Ehrfurcht spüren, «unser Sein ist auch nicht von dauer». Seit Jahren begleitet sie auch ein Zitat von Heraklit: «Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.»

Kunst mit vergoldetem Rahmen

Schon als Kind hat sie kleine Büchlein mit Zeichnungen gebastelt. Heute basieren ihre Bilder auf Skizzen und Aquarellen, die sie draussen malt und später im Atelier auf grossen Leinwänden umsetzt. Ihre Bilder sind auch abstrakt. Mit grosszügigem Strich reduziert sie einen Raum aus ihrem Kopf auf der Leinwand.

Viele ihrer Bilder können kombiniert werden. Die verschiedenen Leinwandformate lassen sich zu einem grossen Bild zusammenfügen. Der Aktmalerei hat sie sich auch gewidmet: Oft sind in diesen Variationen auch Körper zu erkennen.

Anesini arbeitet mit verschiedenen Techniken: Fresko, Leimfarbe, Acryl- und Ölfarbe. Als gelernte Vergolderin und Restauratorin ist sie mit unterschiedlichen Materialien vertraut. Die selbst hergestellten Bilderrahmen vergoldet die Künstlerin selber.

«Ich bin voller Ideen und habe noch lange nicht alles umgesetzt», sagt sie, «irgendwann kommt das Ausland», dort möchte sie gerne mal ausstellen. Zuerst will sie aber ihre Bilder im Bäderquartier verkaufen. «Leider gibt es nicht viel Laufkundschaft. Es wäre schön, wenn das Quartier endlich aufleben würde.» LVO

Ausstellung «einatmen»: Vernissage am Freitag um 19 Uhr, Finissage am 14.9.